Bahn & Bus, Verkehrsplanung, Verkehrspolitik
Landesverband Saarland

Generalsanierung Saar - Pfalz 2029

Saarland ein halbes Jahr ohne Bahnverbindung via Mannheim

VCD fordert klare Ziele für die Generalsanierung der Bahn im Jahr 2029 - Schulterschluss mit den Kommunen

 

Mehr als die reine technische Sanierung - das erwarten der VCD und saarländische Kommunen von der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und der Bundesgrenze Saarbrücken/Forbach

Von der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und der Bundesgrenze Saarbrücken/Forbach erwarten VCD und Kommunen mehr als die reine technische Sanierung. Ergebnis der langen Streckensperrung müssen sein: 

  • Kürzere Reisezeiten, 
  • bessere Anschlüsse,
  • höchste Zuverlässigkeit im Betrieb ebenso wie 
  • die Chance für die betroffenen Kommunen, ihren innerörtlichen Verkehr zu verbessern. 
  • Während der Bauzeit bedarf es eines attraktiven Ersatzverkehrs (z. B. mit ICE L über die Nahestrecke und nach Karlsruhe).

Die Herausforderungen

Mit einem Fachartikel (siehe unten) haben der Oberbürgermeister von St. Ingbert, Prof. Dr. Ulli Meyer und VCD-Vorstandsmitglied Dr. Werner Ried auf die Herausforderungen der geplanten Generalsanierung der Bahn zwischen Ludwigshafen und Forbach 2029 aufmerksam gemacht. 

Diese Hauptanbindung des Saarlandes soll - nach kürzeren Sperrungen vorab - vom 22. Juni bis 7. Dezember 2029 voll gesperrt werden. Für die Öffentlichkeit, betroffene Kommunen und insbesondere die Saarwirtschaft mit Fernreisenden und wichtigen Güterverkehrsströmen ist bisher völlig unklar, welche Alternativen während der Sperrungen angeboten werden. Ebenso bleibt die Zielsetzung der Sanierung unklar. 

Fachkundig, detailreich und fundiert, mit vielen Beispielen und anschaulichen Karten wird die Situation verständlich dargestellt.

Die Chancen

Die Chancen sind jedoch groß: So kann die seit Jahrzehnten immer wieder verschobene Streckenoptimierung mit mehr Tempo (200 km/h statt 160 km/h Maximalgeschwindigkeit), mehr Kapazität (Ausrüstung mit ETCS-Zugbeeinflussung) und kürzeren Reisezeiten endlich Wirklichkeit werden. 

Die These von Meyer und Ried: Eine mehrmonatige Streckensperrung ist zu wertvoll und muss mehr hervorbringen als die für den Betreiber so wichtige “Baufreiheit für die nächsten Jahre” (1zu1-Austausch der alten Materialien durch neue). 
Insbesondere muss diese Sperrpause als Gelegenheit für Anrainer-Kommunen dienen, örtliche Verkehrsprobleme zu lösen, z. B. an heute zu engen Brücken und Überführungen. 

Dialog, Klarstellung und Alternativen

Der VCD fordert mehr Dialog und die Klarstellung, welche Alternativen im Güter- und Personenverkehr während der Sperrpause angeboten werden. 
Die Saarwirtschaft, gerade die Schwerindustrie sowie Pendler und Fernreisende müssen sich auf weiterhin attraktive Verbindungen nach Deutschland und Paris verlassen können. 
Schnelle Züge via Nahetal nach Rhein/Main sowie via Landau-Karlsruhe nach München können dies leisten. 

 

Zum Nachlesen:
Fachartikel aus “Der Eisenbahningenieur”, Heft 5/2026: 

“Agenda für Gemeinwohl und zufriedene Kunden durch Generalsanierung”

Kommunen und Fahrgäste erwarten mehr bei Zielsetzung von längeren Sperrpausen.

Autoren: WERNER RIED | ULLI MEYER
Hg. Verband der Eisenbahn-Ingenieure e. V.; VDEI; (eurailpress / dvvmedia) 

 

zurück