VCD Saarland Nachrichten http://saarland.vcd.org en-gb VCD Saarland Sat, 18 Apr 2026 20:51:41 +0200 Sat, 18 Apr 2026 20:51:41 +0200 TYPO3 EXT:news news-20444 Sat, 07 Mar 2026 15:21:24 +0100 St. Ingbert blamiert sich (erneut) bei der Verkehrswende /startseite/detail/st-ingbert-blamiert-sich-erneut-bei-der-verkehrswende In dieser Woche geht eine – aus Sicht des VCD – völlig abstruse Straßen-Neugestaltung in St. Ingbert in Betrieb.

 

Worum geht es:

in der Mittelstadt St. Ingbert wurde die bisherige Einbahnstraße „Kohlenstraße" endlich für den Verkehr in beiden Richtungen umgebaut. 
Damit hat die Stadt gute Voraussetzungen, den innerstädtischen Verkehr neu zu strukturieren und die Belastung an vielen Kreuzungen und Straßen zu reduzieren. 
Ebenso ist nun die Grundlage gelegt, den Kaiserradweg zu realisieren.

Soweit, so gut. 

Aber: Lange Liste von Kritikpunkten

Die Bürgerinitiative „Stadt für alle“ sowie die Verbände VCD und ADFC „fühlen sich ziemlich veräppelt“:
Zunächst wird bemängelt, dass in St. Ingbert eine Bürgerbeiteiligung „systematisch unterbleibt“.
Außerdem wird der Fahrradverkehr wurde gekonnt und konsequent ignoriert: Keine Fahrradinfrastruktur auf der neuen Straße, ein lächerlicher Feigenblatt-Radweg von ca. 100 m in einer Parkanlage, der unvermittelt endet, mit Zufußgehenden geteilt werden muss und zu schmal ist.
Und der Skandal ist: Vieles wurde aus Förderungen für Maßnahme für den Radverkehr finanziert.

Weitere Punkte: 
Statt Tempo 30 – wie laut mehrerer Lärmschutzgutachten überfällig – macht die Straße eher den Eindruck einer „Stadtautobahn“. – 
St. Ingbert leidet seit Jahren an eine Übermotorisierung mit 842 PKW pro 1000 Einwohnern – auch jetzt keine Ansätze einer „Verkehrswende. Und mehr

 

Der VCD halt eine lange Liste an Kritikpunkten zusammengestellt:

 

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news-20440 Thu, 05 Mar 2026 12:58:50 +0100 Verkehr, Klima, Flächenverbrauch: Was im neuen LEP auf dem Spiel steht /startseite/detail/verkehr-klima-flaechenverbrauch-was-im-neuen-lep-auf-dem-spiel-steht Gibt es ein langweiligeres Thema als einen „Landesentwicklungsplan“ (LEP)?
So dachte ich. Wie habe ich mich getäuscht!! Als ich die VCD-Stellungnahme von Ronald, Werner und Michael zum aktuellen Entwurf des LEP las, war ich echt gefesselt: 

  • Sie enthält praktisch alle unsere VCD-Saarland Themen und -Baustellen.
  • Die Stellungnahme bringt unsere Vorschläge und Forderungen auf den Punkt – und das mit beeindruckendem Expertenwissen.
  • Und Sie redet Klartext, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen.
  • Aber Warnung: Der Text ist lang: 10 Abschnitte, voll mit Inhalt.

Worum geht es?
Der Landesentwicklungsplan (LEP) 2030 ist eines der wichtigsten Planungs- und Lenkungsinstrumente des Landes. 
Er muss sich Herausforderungen stellen wie:

  • dem demographischen Wandel,
  • dem Klimawandel und seinen größer werdenden Folgen (Hochwasser, überhitzte Städte…)
  • dem nötigen Strukturwandel u.a.
  • der Finanzknappheit des Landes, 

In der Praxis heißt das: Der neue LEP wird den Rahmen dafür setzen, …

  • wo z.B. Kommunen Neubau- und Gewerbegebiete ausweisen (dürfen),
  • welche Gebiete für Windenergie oder für Natur- und Landschafts-Schutz vorgesehen sind,
  • in welche Verkehrsprojekte in Zukunft investiert wird
  • wo sich Industrie ansiedeln kann – wichtig für den Strukturwandel, u.a.

Geteilte Meinungen
Hier geht es also um sehr viel! Und darum sind die Rückmeldungen zum Entwurf auch sehr unterschiedlich:
Die IHK Saarland z.B. sieht die Gefahr eines „Flächenmangels“ der „Transformation, Neuansiedlungen und industrielle Arbeitsplätze“ gefährdet. Die Bürgermeister der saarländischen Kommunen möchten auch in Zukunft Neubau- und weitere Gewerbegebiete ausweisen dürfen (siehe SZ-Artikel).
Das Klimaschutzbündnis des Saarlandes (KSB) dagegen mahnt vor allem an, dass ein zusätzliche Flächenverbrauch (für Wohnen, Gewerbe, Verkehr) stärker begrenzt werden soll. Und vor allem muss eindeutiger benannt werden, wie und durch wen diese Grenzen nachdrücklich und effektiv durchgesetzt werden (Der VCD als Mitglied des KSB schließt sich hier an).

Flächenversiegelung bremsen, Geldmittel umleiten
Unser VCD-Vorstandsmitglied Ronald Maltha meint dazu, dass nach dem neuen Entwurf Bauen und Flächenversiegelung auch beim Verkehr weiter zunehmen werden. Es soll zwar laut Plan zukünftig mehr Verkehr auf den ÖPNV verlagert werden – aber: Im Plan sind rund 100 (!) Straßen aufgeführt, die sogar noch AUSGEBAUT werden sollen. So erreicht man am Ende noch mehr Autoverkehr. 
Dabei ist das Saarland bereits jetzt das am stärksten vom Auto geprägte Bundesland: Nirgendwo sonst in Deutschland gibt es mehr PKW pro Einwohner!

Diese Entwicklung belastet das Land und die Anwohner tagtäglich. 
Die Finanzmittel aus dem Straßenbau sollten nach Ansicht des VCD umgelenkt werden in den ÖPNV sowie deutlich mehr sichere Radwege und gute barrierefreie Fußwege in den Gemeinden.

Und was schreibt der VCD nun in seiner Stellungnahme?
Ich will ehrlich sein: Ich habe die Stellungnahme doch nicht ganz durchgelesen.
Ich bin eher zwischen den Themen gesprungen und hab die interessanten Grafiken angeschaut. Es kam mir ein wenig vor wie ein kleines Nachschlagewerk über unsere Positionen.

Zur schnellen Information findet ihr hier unten im Kasten eine sehr kurze KI-Zusammenfassung.
Aber: im Vergleich zum Originaltext ist sie dürr und blutleer. Viel spannender sind die ganzen – zum Teil recht konkreten – Details. Darum meine Empfehlung: 

Schmökert mal rein in die Vielfalt der benannten Aspekte und der Ideen und Lösungen – hier in Original: 
Stellungnahme VCD zum 2. Entwurf des Landesentwicklungsplan (LEP) Saarland 2030
 

 

 

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news-20140 Mon, 29 Dec 2025 09:14:43 +0100 Fahrradpiktogramme auch auf saarländische Straßen! /startseite/detail/fahrradpiktogramme-auch-auf-saarlaendische-strassen Der Verkehrswendeclub VCD hat unterstützt von ADFC Saar und Radelkollektiv die Mobilitätsministerin Petra Berg aufgefordert, auch im Saarland für Rechtssicherheit bei der Anwendung von Fahrrad-Piktogrammen auf der Straße zu sorgen. Solche Piktogramme „Sinnbild Fahrradverkehr“ nach § 39 (7) StVo sind ein kostengünstiges Mittel, um die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen. Sie machen Kraftfahrer auf eine besondere Verkehrssituation aufmerksam, z. B. für Radfahrende. Diese empfinden ein höheres Sicherheitsgefühl, wenn die Symbole als Piktogrammketten auf dem Asphalt aufgetragen sind.

Entsprechend hatten andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein bereits per Erlass die Fahrradpiktogramme eingeführt. 

Das saarländische Mobilitätsministerium äußerte sich hingegen in einem Schreiben an den VCD zurückhaltend: „Solange eine bundeseinheitliche Regelung aber fehlt, möchte sich das Saarland an der bestehenden Rechtslage orientieren ...“.  Aus Sicht des VCD ist die Sachlage in der Straßenverkehrsordnung jedoch ausreichend geregelt. Der Verkehrswendeclub sieht im wiederholten Markieren des Sinnbildes „Radverkehr“ eine schnelle und kostengünstige Maßnahme, um den Radverkehr im Saarland zu fördern. Die unterschiedliche Praxis der acht saarländischen Straßenverkehrsbehörden sollte einem einheitlichen Standard, die Piktogramme zu nutzen, weichen.

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news-20110 Mon, 15 Dec 2025 13:14:45 +0100 Feiern und vernetzen: VCD-Sommerfest 2025 /startseite/detail/feiern-und-vernetzen-vcd-sommerfest-2025 “Feiern und vernetzen”: So lautete die Überschrift für unser Sommerfest 
am 13. September 2025, in die Rohrbacher Mühle.
Und das war nicht zu viel versprochen: 

Junge und (etwas mehr) alte Menschen kamen mit kleinen Kennenlern-Impulsen schnell miteinander in Kontakt. 
Der Rest ging dann von ganz alleine - oder nein: 

Einen wesentlichen Betrag dazu, dass es so toll war, leistete die 
bezaubernde Atmosphäre rund um und in der Rohrbacher Mühle
Und: unser Gastgeber Paar Magda und Andreas!
Und natürlich das Büffet: Ihr wisst schon: “Viele Köche… bringen leckere Sachen mit!”
Und nicht zu vergessen: die beiden Musiker mit Saxophon und Klavier.
Und die ungefähr 50 interessanten Menschen, die man wiedersehen oder neu kennenlernen konnte.

Dass es bis weit in die Nacht noch ausdauernde Gesprächsgruppen und -Grüppchen gab, spricht für sich.
Das war ein wirklich gelungenes Debüt für ein VCD-Saarland-Sommerfest.

 

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news-20105 Sun, 14 Dec 2025 11:41:15 +0100 Gemeinde Riegelsberg will sichere Schulwege /startseite/detail/gemeinde-riegelsberg-will-sichere-schulwege In Riegelsberg besteht dringender Handlungsbedarf! Die jüngsten Schulweg-Begehungen und Elternumfragen – angestoßen von den VCD-Vertretern Ronald Maltha und Peter Thomas – zeigen deutlich: Die aktuelle Verkehrssituation gefährdet täglich Kinder auf ihrem Weg zur Schule.

Der VCD Saarland begrüßt ausdrücklich den gemeinsamen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, SPD und FDP zur Umsetzung der Schulwegesicherheitskonzepte an vier Riegelsberger Schulen.

Vorarbeit der Schulen – fachlich begleitet vom VCD
Unter fachlicher Begleitung des VCD wurden Ende 2024 und Anfang 2025 an der Ellerschule, der Lindenschule, der Leonardo-da-Vinci-Gemeinschaftsschule sowie – in Eigeninitiative der Eltern – an der Grundschule Pflugscheid zahlreiche Gefahrenstellen systematisch erfasst. Zu den zentralen Problemen gehören: 

  • Parkende Autos auf Gehwegen,
  • ungesicherte Querungsbereiche,
  • fehlende Beschilderung und
  • zu hohe Geschwindigkeiten 

Lösungen für mehr Sicherheit
Nach der Bestandsaufnahme wurden unter Federführung des VCD auch Lösungen erarbeitet, die kostengünstig sind und sich schnell umsetzen lassen. Dazu gehören: 

  • sichere „Kiss-and-Ride“-Zonen,
  • neue Zebrastreifen und auffällige rote Fahrbahnmarkierungen,
  • Halteverbote vor den Schulen,
  • Verkehrsberuhigung, etwas durch Einbahnstraßen oder Schrittgeschwindigkeit
  • der Einsatz von Schülerlotsen und weitere Vorschläge. 

Auch „Tempo 30“ vor Schulen – ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit – kann seit der StVO-Novelle 2024 endlich von den Kommunen unbürokratisch angeordnet werden.

Alle Schulkonferenzen bestätigen einstimmig die vorgeschlagenen Maßnahmen und fordern deren zeitnahe Umsetzung.

 

Gemeinde bringt es auf den Weg
Diese Vorschläge wurden in den Gemeinderat eingebracht und als „Schulwege-Sicherungskonzept“ auch beschlossen. 
Nun sollen die Maßnahmen geprüft und zeitnah umgesetzt werden.

Der VCD Saarland begrüßt, dass Gemeinderat und Verwaltung die Maßnahmen ohne Verzögerung auf den Weg bringen wollen.
Denn sichere Schulwege sind weit mehr als ein Verwaltungsakt: Sie ermöglichen Kindern mehr Selbstständigkeit, reduzieren das morgendliche Verkehrschaos vor den Schulen und machen den Ort insgesamt lebenswerter. 
Jetzt gilt es, den breiten Rückhalt aus Schulen, Elternschaft und Politik zu nutzen – und sichtbare Verbesserungen schnell Wirklichkeit werden zu lassen.

 

Öffentliche Aufmerksamkeit
Ein solcher Beschluss ist wegweisend und fand darum 
viel öffentliche Aufmerksamkeit, z.B.:

 

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news-20104 Sun, 14 Dec 2025 10:38:13 +0100 VCD Saarland setzt auf spielerische Verkehrserziehung /startseite/detail/vcd-saarland-setzt-auf-spielerische-verkehrserziehung Spielend lernen – der VCD-Parcours
Besonders beliebt war der Geschicklichkeitsparcours, den der VCD mit einem ICE-Bobbycar ausgerüstet hatte. Unter der Anleitung von Andreas Meiser lernten die Kinder, wie man sicher bremst, Kurven meistert und Hindernisse einschätzt – ohne Druck, dafür mit viel Enthusiasmus. So wurde Verkehrssicherheit ganz nebenbei zu einem spannenden Erlebnis.

Wichtige Fragen – verständlich beantwortet
Während die Kleinsten fuhren, nutzten Eltern und größere Kinder die Gelegenheit, sich am VCD-Stand zu informieren. Ronald Maltha vermittelte grundlegende Tipps für mehr Sicherheit im Alltag:

  • Sichtbar bleiben: Reflektoren an Kleidung, Rucksäcken und Fahrrädern und gute Beleuchtung schützen – besonders in der dunklen Jahreszeit.
  • Regeln gemeinsam einüben: Stehen bleiben, nach links und rechts schauen, Blickkontakt zu Autofahrenden aufnehmen – grundlegende Routinen für sicheres Überqueren der Straße.
  • Helm aufsetzen: Er schützt zuverlässig vor schweren Kopfverletzungen.
  • Gutes Vorbild sein: Eltern prägen das Verhalten ihrer Kinder durch ihr eigenes Verhalten. Darum: Rücksicht nehmen, aufmerksam sein!
  • Sichere Wege wählen: Gut einsehbare Übergänge, Tempo-30-Zonen, kindgerechte Routen erhöhen die Sicherheit.

Warum solche Aktionen wichtig sind
Mit der Mischung aus spielerischem Lernen und praxisnaher Information zeigte der VCD, wie niedrigschwellig Verkehrserziehung sein kann: Kinder sind ganz bei der Sache, wenn sie spielerisch selbst ausprobieren können – und Eltern nehmen Tipps gerne an, wenn sie praxisnah erklärt werden. Genau diese Verbindung gelang dem VCD Saarland erneut überzeugend. Und auch die VCD-Aktiven waren begeistert von der Resonanz. 

 

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news-20103 Sun, 14 Dec 2025 10:15:37 +0100 Der VCD als Gesprächspartner im Landtag /startseite/detail/der-vcd-als-gespraechspartner-im-landtag In den vergangenen Wochen war der VCD Saarland zu Gesprächen mit den Landtagsfraktionen von CDU und SPD eingeladen. In den Terminen, an denen unter anderem Ronald Maltha als Vertreter des VCD Saarland teilnahm, baten beide Fraktionen den Verband um eine fachliche Einschätzung des aktuellen Entwurfs des saarländischen Landeshaushalts aus Sicht einer nachhaltigen und ökologisch ausgerichteten Verkehrspolitik.

Es ist der letzte Haushalt vor den Landtagswahlen und damit entscheidend für die Maßnahmen bis dahin.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen vor Allem die Finanzierung des Rad- und Fußverkehrs sowie die Verkehrssicherheit – insbesondere die Sicherheit von Kindern auf ihrem täglichen Schulweg.

Gegenüber CDU und SPD hoben wir hier zwei zentrale Anliegen hervor:

  • Verbindliche Zeit- und Umsetzungspläne für priorisierte Radwege, damit vorhandene Fördermittel effizient genutzt und bestehende Lücken im Radwegenetz zügig geschlossen werden können.
  • Ein landesweites Programm für sichere Schulwege, das bauliche Maßnahmen, Schulwegpläne, Verkehrserziehung sowie fachliche und finanzielle Unterstützung der Kommunen systematisch bündelt.

Gerade sichere Schulwege seien ein entscheidender Baustein für Verkehrssicherheit, Gesundheitsförderung und selbstständige Mobilität von Kindern, betonte Ronald Maltha im Gespräch.

Bewertung des Haushaltsentwurfs
Wir machten deutlich, dass der Haushaltsentwurf für die nächsten zwei Jahre weiterhin eine starke Priorisierung des klassischen Straßenbaus vorsieht, während Investitionen in den Rad- und Fußverkehr deutlich hinter den Erfordernissen zurückbleiben: 
Für 2027 sind rund 44 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen sowie weitere 27,8 Millionen Euro für den Erhalt von Landstraßen vorgesehen. 
Demgegenüber stehen lediglich 4,3 Millionen Euro für den Bau und die Erhaltung von Radwegen, was deutlich weniger ist als noch 2025.

Aus Sicht des VCD steht diese Mittelverteilung komplett im Widerspruch zu den Zielen des saarländischen Klimaschutzgesetzes, das eine deutliche Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs bis 2030 vorsieht. Auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit – insbesondere für Kinder sowie für Fußgängerinnen und Fußgänger – seien die vorgesehenen Mittel unzureichend.

Forderungen des VCD Saarland
Der VCD Saarland brachte in den Gesprächen daher folgende Vorschläge ein:

  • eine deutliche Erhöhung der Mittel für Rad- und Gehwege auf mindestens 10 bis 15 Millionen Euro jährlich durch Umschichtung eines Teils der Straßenbaumittel
  • die Einrichtung eines eigenständigen Schulwege- und Verkehrssicherheitsprogramms
  • gezielte Unterstützung für personell schwach ausgestattete Kommunen
  • Vorrang für Projekte, die die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen erhöhen.

Als Beispiele für eine zukunftsorientierte Planung nannte der VCD unter anderem die Umsetzung von Radvorrangrouten entlang wichtiger Siedlungsachsen sowie die Umwidmung geeigneter Gemeindeverbindungsstraßen zu Fahrradstraßen.

Konstruktiver Beitrag zur Verkehrswende
Der VCD Saarland machte deutlich, dass er den politischen Prozess weiterhin konstruktiv, fachlich und lösungsorientiert begleiten wird. Der Verband bietet seine Expertise ausdrücklich an – etwa bei der Entwicklung eines landesweiten Schulwegeprogramms, bei Pilotprojekten wie dem Kaiserradweg oder bei der Bewertung konkreter Infrastrukturmaßnahmen.

Die Gespräche fanden durchweg in einer angenehmen und konstruktiven Atmosphäre im Landtag statt und zeigen: Der VCD Saarland ist ein geschätzter und fachlich anerkannter Ansprechpartner für Politik und Verwaltung in Fragen der Verkehrswende und der Verkehrssicherheit.

 

Kontakt:
Ronald Maltha
Landesvorstand VCD Saarland
Ev.-Kirch-Str. 8, 66111 Saarbrücken
E-Mail: ronald.maltha@vcd-saar.org
Web: https://saarland.vcd.org 

 

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news-20100 Sat, 13 Dec 2025 16:59:00 +0100 Lange Wartezeiten, kurze Grünphasen, brenzlige Situationen /startseite/detail/lange-wartezeiten-kurze-gruenphasen-brenzlige-situationen Wo liegt das Problem?

Täglich nutzen viele Menschen den Völklinger Bahnhof. Um von der Bushaltestelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Bahnhof zu gelangen, muss die stark befahrene Rathausstraße über zwei(!) Ampelabschnitte überquert werden. Dazwischen befindet sich eine Mittelinsel. 
Die Ampelphasen sind nicht aufeinander abgestimmt. Und wer in der Mitte vergisst zu drücken, ist auf der Insel gestrandet…


Diese Ampelanlage an der L165/Rathausstraße zwingt Zufußgehende seit Jahren zu sehr langen Wartezeiten. Bei der Überquerung kommt es darum immer wieder zu brenzligen Situationen:
„Wir beobachten immer wieder, dass Menschen aus Frust oder Zeitdruck bei Rot überqueren, weil sonst der Anschlussbus oder -zug verpasst wird“, erklärt Ruth Kremser, Landesvorstand des VCD Saar. „Diese Situation ist unzumutbar und gefährlich.“ Wer doch bis Grün wartet, wird mit einer extrem kurzen Grünphase bestraft: Zu wenig Zeit für ältere Personen, Menschen mit Kindern oder mit Mobilitätseinschränkungen.

 

Kurzfristige Entschärfungsmaßnahme bereits gefunden


Durch hartnäckiges Nachfragen bei der Stadtplanung Völklingen und dem Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) wurde hier ein Problembewusstsein geschaffen. 
Auch eine kurzfristige möglich Lösung ist schon in Sicht:
 
Dabei sollen beide Ampelabschnitte auf der Rathausstraße gleichzeitig Grün bekommen, sodass die komplette Straße überquert werden kann, ohne auf der Mittelinsel warten zu müssen. Diese Maßnahme verkürzt die Wartezeiten erheblich und erhöht die Sicherheit. 
 

Nun ist die Stadt Völklingen am Zug
Der LfS hat ist bereit, die Änderung kurzfristig umzusetzen – sobald die Stadt Völklingen die rechtlich notwendige Anordnung erlässt.
„Die Lösung liegt auf dem Tisch, die technische Umsetzung ist möglich. Jetzt braucht es einzig die verkehrsrechtliche Anordnung der Stadt“, so Kremser. Angesichts der tagtäglichen Frustration und Gefährdung des Fußverkehrs fordert der VCD eine schnelle Entscheidung der Straßenverkehrsbehörde.

 

Modernisierung erst ab 2027 – Übergangslösung dringend notwendig
 

Die vollständige Modernisierung der Lichtsignalanlage ist laut Stadt Völklingen und LfS frühestens für 2027 vorgesehen. Bis dahin müssen tagtäglich hunderte Menschen die unzureichende Querung nutzen – darunter viele, die am Bahnhof zwischen Bus und Bahn umsteigen.

„Es ist unverständlich, dass eine Gefährdung und Benachteiligung über Jahre bestehen bleibt, obwohl eine schnelle Entschärfung möglich ist. Die Stadt ist hier in der Pflicht“, betont Kremser.

VCD bietet Zusammenarbeit an
Der VCD Saar steht für einen gemeinsamen Ortstermin mit Stadt, LfS und weiteren Beteiligten bereit und unterstützt alle Maßnahmen, die die Sicherheit Zufußgehender verbessern und die Benachteiligung des Fußverkehrs abbauen.

 

Kontakt:

Ruth Kremser
Landesvorstand VCD Saarland
Ev.-Kirch-Str. 8, 66111 Saarbrücken
E-Mail: ruth.kremser@vcd-saar.org
Web: https://saarland.vcd.org 

 

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news-19957 Wed, 26 Nov 2025 07:53:41 +0100 VCD für Reform bei Zuständigkeit der Straßenverkehrsbehörden (§ 3 StVZustG) /startseite/detail/vcd-fuer-reform-bei-zustaendigkeit-der-strassenverkehrsbehoerden-3-stvzustg Saarbrücken 26. Novermber 2025 - Der Antrag des VCD an Ministerin Berg zielt darauf ab, in § 3 des Gesetzes die Verantwortung für Schilder und andere verkehrsrechtliche Anordnungen so zu regeln, dass Behörden effizienter und mit besser geschultem Personal zu mehr Sicherheit im Verkehr beitragen.

Immer wieder beobachten VCD und auch Kommunen Schwierigkeiten im Zusammenspiel mit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde. Insbesondere die Umsetzung von Lärmschutzplänen (Beispiele St. Ingbert, Riegelsberg) aber auch die Berücksichtigung des Fuß- und Radverkehrs verlaufe nicht zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger. Am Beispiel des Kaiserradweges hat sich für den VCD einmal mehr gezeigt, wie unterschiedlich die Verkehrsführung in Abhängigkeit der zuständigen Straßenverkehrsbehörde gerade beim Fuß- und Radverkehr ausfällt. Bei der Achse Saarbrücken-Homburg durchfährt eine Radlerin drei verschiedene Zuständigkeits–bereiche und muss dabei auch mit ganz unterschiedlichen Standards zurecht–kommen: Radspuren Piktogrammen auf der Fahrbahn in Saarbrücken; Kombinierte Rad-/Fußwege in St. Ingbert; schmale Radwege im Saarpfalz-Kreis. 

Aus Sicht des VCD kann eine Zentralisierung der Zuständigkeit und der Einsatz von entsprechend geschultem Personal die Attraktivität des Straßenraums für Radelnde und Zufußgehende deutlich erhöhen. Hier fehlt es bis heute an einheitlichen Standards. Der VCD beantragt daher die Reform der Zuständigkeit mit deutlich weniger Straßenverkehrsbehörden im Saarland. Dabei könne zumindest die Zuständigkeit von „Kreisfreien Städten“ entfallen. Solche gibt es bereits seit der Gebietsreform 1974 nicht mehr.

 

 

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news-19953 Mon, 24 Nov 2025 14:30:32 +0100 Nächste Hürden für Kaiserradweg genommen: Absichterklärung unterschrieben, Machbarkeitsstudie in Arbeit /startseite/detail/naechste-huerden-fuer-kaiserradweg-genommen-absichterklaerung-unterschrieben-machbarkeitsstudie-in-arbeit In der Absichtserklärung zum Kaiserradweg sagen sich die betroffenen Akteure gegenseitige Unterstützung zu.

Machbarkeitsstudie
Bereits seit Anfang 2025 läuft eine Machbarkeitsstudie  - initiiert von der begleitenden Projektgruppe und in Auftrag gegeben vom vorrangig betroffenen Landesbetrieb für Straßenbau (LfS). In ihr ermitteln derzeit Experten den Bestand und Handlungsbedarf. Außerdem simulieren die beauftragten Institute PTV (Karlsruhe) und IGS (Neuss), welche Effekte eine optimierte Rad-Infrastruktur gerade für den Alltagsradverkehr haben wird.

Etappenziel nach vier Jahren Arbeit 
Die Projektgruppe hat seit Anstoß des Projektes durch den VCD im Jahr 2022 inzwischen 16-mal getagt. In ihr kommen die Vertreter der beteiligten Kommunen Saarbrücken, St. Ingbert, Kirkel und Homburg zusammen, außerdem vom Saarpfalz-Kreis, dem Biosphären-Zweckverband Bliesgau, aus dem Verkehrsministerium (MUKMAV), dem Landesbetrieb für Straßenbau (Lfs), dem VCD und ADFC sowie von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW). 
Der VCD moderiert mit dem Initiator Werner Ried seither ehrenamtlich das Gremium.

Bedeutung der Kaiserradwegs 
Der VCD sieht im Konzept der Radvorrangroute „Kaiserradweg“ eine Blaupause für Radinfrastruktur auch in anderen Siedlungsachsen des Saarlandes. 
Im konkreten Fall der Kaiserstraße soll die neue Infrastruktur als schnelle Wegeführung, d. h. kreuzungsarm und mit Vorrang für Radfahrer, ein Rückgrat für den Radverkehr bilden - mit Anschluss auch an das Biosphärenreservat Bliesgau .
Die heterogenen und z. T. kaum befahrbaren Radwege (Neuhäusel, Rentrisch) sollen einer modernen Radinfrastruktur weichen, die für alle sichtbar ist und einlädt, aufs Rad umzusteigen.


Anlage
Hier der “Letter of Intent” (LoI, Absichtserklärung) zum Kaiserradweg,
den die Beteiligten unterschrieben haben (PDF, nicht barrierefrei).

 

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news-19914 Mon, 10 Nov 2025 16:22:14 +0100 Freie Gehwege für alle! /startseite/detail/freie-gehwege-fuer-alle Zufußgehen soll sicher und angenehm sein – für alle Menschen. Doch vielerorts sind Gehwege im Saarland durch parkende Autos so eng, dass Kinderwagen, Rollstühle oder Rollatoren kaum durchkommen. 
Das ist besonders gefährlich, wenn diese dann auf die Straße ausweichen müssen. 

Helfen Sie uns!
Wir möchten das ändern und rufen Bürgerinnen und Bürger zur Mithilfe auf: 
Sie können in einem einfachen Online-Formular Orte eintragen, an denen regelmäßig Fahrzeuge auf dem Gehweg parken und das Durchkommen erschweren.

„Wir wollen sichtbar machen, wo Menschen zu Fuß im Alltag behindert werden – nicht, um jemanden anzuschwärzen, sondern um Lösungen zu finden“, betont der VCD Saarland. Jede Meldung hilft, die Situation vor Ort besser zu verstehen.
Die gemeldeten Stellen werden auf einer Online-Karte dargestellt. So wird deutlich, wo Handlungsbedarf besteht, damit Gehwege wieder barrierefrei und sicher werden.

Die Ergebnisse und konkrete Hinweise für Verbesserungen werden den Kommunen zur Verfügung gestellt. Der VCD Saarland setzt sich dann dafür ein, dass Städte und Gemeinden im Land ihre Gehwege besser schützen und damit die Mobilität zu Fuß stärken.

Jede Meldung erhöht den Druck auf die Kommunen, aktiv zu werden, und unterstützt die Arbeit des VCD für:

  • Sichere und barrierefreie Fuß- und Gehwege
  • Eine entschlossene Umsetzung der nationalen Fußverkehrsstrategie
  • Die Einführung eines aktiven Parkraum-Managements
  • Das Ermöglichen einer digitalen Parkraum- und Verkehrskontrolle
  • Die Vision Zero: Keine Verkehrstoten und Schwerverletzte mehr im Verkehr

Hier erfahren Sie mehr und können Ihre Meldung eintragen: 
VCD-Mobi-Check Freie Gehwege

 

Hinweis: Gefährdungen durch einzelne, kurzzeitig falschparkende Fahrzeuge auf Geh- und Radwegen oder Autos, die mit geringem Abstand zu Ein- und Ausfahrten oder an Kreuzungen auf der Straße parken und die Sicht behindern sind nicht Gegenstand der Aktion. 
Betroffene können individuell eine Meldung an die Polizei oder das Ordnungsamt richten, z.B. über die Plattform „weg.li“. 

 

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news-19845 Wed, 22 Oct 2025 08:30:20 +0200 VCD-Alternative für Stadtbahn Ost via Eschberger Weg /startseite/detail/vcd-alternative-fuer-stadtbahn-ost-via-eschberger-weg Eine bessere Variante im Vergleich zur Saarbahn-Planung sieht der Verband in einer Führung der Trasse unter Nutzung der alten Bahntrassen und entlang der DB-Hauptstrecke. Diese müsse mit den Stadtbahngleisen genauso verknüpft werden, wie dies im Westen Saarbrückens der Fall ist. Der neue Bahnhof „Zoo/Halberg“ wäre dann ein echter Umsteigebahnhof ohne lange Fußwege. 

Die Variante des VCD führt nur kurz über die Mainzer Straße und nutzt dann die frühere Verbindungskurve zwischen den Strecken zwischen Saarbrücken und Homburg bzw. Saargemünd bis zum Saarbasar mit dem neuen Haltepunkt „Zoo/Halberg“ für RE, RB und Saarbahn. Vorteil ist, dass über diese Wegeführung nahe Eschberger Weg ein neuer Haltepunkt möglich ist und teure Umbauarbeiten im Straßenraum der Mainzer Straße nicht notwendig sind.

Der VCD plädiert zudem dafür, die Erweiterung Ost der Stadtbahn zu nutzen, um die Saarbahnwerkstatt auch über ein Gleis östlich der Bahnstrecke nach Saargemünd anzuschließen. Dies erlaubt die einseitige Fixierung des Saarbahnbetriebes mittels kostspieliger Zweisystemfahrzeuge zu reduzieren.

Der VCD appelliert daher an die städtischen Gremien und Entscheidungsträger, die Varianten und Möglichkeiten für den Stadtbahnausbau Ost genau zu prüfen.

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news-19647 Mon, 08 Sep 2025 12:26:46 +0200 Dokumentarfilm "Kraftfahrzeug – Eine deutsche Liebe" /startseite/detail/kraftfahrzeug-eine-deutsche-liebe  

150 Jahre Auto – Grund zum Feiern oder Anlass zum Nachdenken?

Der Dokumentarfilm „Kraftfahrzeug – Eine deutsche Liebe“ beleuchtet unsere besondere Beziehung zum Auto: zwischen Faszination, Abhängigkeit und den Widersprüchen der Verkehrswende.

Regisseur Klaus Gietinger aus Saarbrücken (VCD-Mitglied) blickt unter anderem auf die laute Stadtautobahn in Saarbrücken – Sinnbild einer Region, die mit der höchsten Autoquote Deutschlands glänzt. Zugleich zeigt der Film, wie geschickt die Autoindustrie Emotionen weckt: von nostalgischen Werbebildern bis hin zu künstlich erzeugten Soundwelten für leise E-Autos.

Buchautorin und Mobilitätsexpertin Katja Diehl bringt es im Film pointiert auf den Punkt:

„Beim Auto haben wir leider irgendwann vergessen, unser Gehirn einzuschalten.“


Fazit:
Ein sehenswerter Film, der uns unsere deutsche Autoliebe vor Augen führt – kritisch, nachdenklich, aber auch mit einem Augenzwinkern.

 

Sendetermin:
Dienstag, 9. September, 23:25 Uhr in der ARD
– danach in der Mediathek verfügbar

>> Hier geht’s zum Trailer:
Trailer in der ARD-Mediathek ansehen

>> Weitere Infos:
Das Erste – Doku „Kraftfahrzeug – Eine deutsche Liebe“

>> Artikel in der Saarbrücker Zeitung:
ARD zeigt Doku über Faszination Auto – es geht auch um die Saarbrücker Stadtautobahn

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news-19594 Thu, 28 Aug 2025 15:07:58 +0200 Studienfahrt nach Paris: Verkehrswende hautnah erleben /startseite/detail/studienfahrt-nach-paris-verkehrswende-hautnah-erleben Paris an einem heißen Sommertag, 35 Grad im Schatten. Während Autos nur noch vereinzelt durch die Straßen rollen, suchen Fußgänger und Radfahrer Schatten unter frisch gepflanzten Bäumen. Aus Trinkwasserbrunnen sprudelt kühles Nass, Kinder spielen am Rand einer begrünten Verkehrsinsel, wo vor wenigen Jahren noch Stau herrschte. Mitten in diesem veränderten Stadtbild treffen 20 Besucherinnen und Besucher aus dem Saarland ein – neugierig darauf, wie Paris die Verkehrswende meistert. 

Unter Leitung von Werner Ried vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) und organisiert von der Biosphären-Volkshochschule St. Ingbert ging es darum, die französische Hauptstadt zu Fuß und per Fahrrad zu erkunden und dabei die beeindruckenden Fortschritte bei Verkehrswende und Klimaanpassung direkt vor Ort zu erleben. 

Paris – eine Stadt im Wandel 

Schon die Anreise im ICE beeindruckte: Mit bis zu 320 km/h war die Gruppe in weniger als zwei Stunden mitten in Paris. Dort zeigte sich, wie konsequent die Metropole in den letzten Jahren den Autoverkehr zurückgedrängt und Platz für Radfahrer, Fußgänger und Grünflächen geschaffen hat. Straßen, die früher vom motorisierten Verkehr beherrscht waren, sind heute oft ruhige Aufenthaltsräume mit Bäumen, Sitzgelegenheiten und Wasserspielen. 

Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2004 ist der Autoverkehr in Paris um fast 60 % zurückgegangen. Gleichzeitig wuchs das Netz der Radwege auf rund 1.500 Kilometer, ergänzt durch ein engmaschiges Angebot an Bussen, Bahnen und Leihrädern. Das veränderte nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Atmosphäre – leiser, sauberer, lebenswerter. 

„Man riecht und hört den Unterschied“ 

Besonders eindrucksvoll war für viele die Erfahrung, wie spürbar sich Luftqualität und Lärm verbessert haben. „Man riecht und hört den Unterschied“, sagte eine Teilnehmerin erstaunt, als sie durch ein verkehrsberuhigtes Viertel radelte. Auch die Maßnahmen gegen Hitze wurden aufmerksam wahrgenommen: 130.000 neu gepflanzte Bäume, Trinkwasserbrunnen an fast jeder Ecke und sogar Nebelanlagen machten den Stadtaufenthalt trotz 35 °C im Schatten erträglich. 

Einige Teilnehmer wagten sich sogar zum Schwimmen in die Seine – möglich durch massive Investitionen in die Wasserqualität. Auffällig war auch das insgesamt saubere Stadtbild, unterstützt durch öffentliche Gratis-Toiletten und eine intensive Pflege der Anlagen. 

Natürlich lief nicht alles perfekt: Das Leihradsystem Vélib wurde getestet, erwies sich aber in der großen Gruppe als schwierig, da nicht immer genügend Fahrräder am richtigen Standort verfügbar waren. Dennoch blieb die Stimmung positiv – viele waren überrascht, wie radfreundlich und gleichzeitig entspannt Paris inzwischen ist. 

Mit in Paris war auch die SR-Reporterin Carmen Bachmann  
Mit vielen O-Tönen berichtet sie im Hörfunk SR 3:
Saarländer erkunden Paris mit dem Fahrrad sr-audiothek.de 

 


INFO: Paris in Zahlen (2024) 

  • Rückgang des Autoverkehrs seit 2004: ca. 59 %
  • Geplante Reduzierung von Parkplätzen bis 2026: 120.000
  • Länge des Radwegenetzes: ca. 1.500 km
  • Öffentliche Leihräder: rund 20.000 an 2.000 Stationen
  • Neugepflanzte Bäume seit 2020: ca. 130.000
  • Zahlreiche Trinkwasserbrunnen, Nebelanlagen und Grünflächen als Antwort auf den Klimawandel 

 

Fazit – Was Paris uns lehrt 

Die Tagesexkursion machte deutlich, wie konsequent Paris die Verkehrswende und Klimaanpassung betreibt – und wie spürbar die positiven Effekte sind. Weniger Autos, mehr Platz für Menschen, sauberere Luft und innovative Lösungen gegen Hitze prägen heute das Stadtbild. 

Für die Teilnehmenden war klar: Auch kleinere Städte können von diesen Erfahrungen profitieren. Paris zeigt, dass Mut, Investitionen und politischer Wille innerhalb weniger Jahre eine enorme Veränderung bewirken können. 

Bleibt die Frage: Wie lange wollen wir im Saarland noch warten, um ähnliche Schritte zu gehen? 

 

Weiterlesen und -hören:

 

Saarländischer Rundfunk:
Bericht von Carmen Bachmann im Hörfunk SR 3:
Saarländer erkunden Paris mit dem Fahrrad sr-audiothek.de 

Hintergrundbericht zum Thema in der TAZ (21.08.2025): 
“Verkehrswende in Paris: Blick in die Zukunft”

Ausführlichere Informationen im Verkehrs-Blog mobil.nrw: 
“Verkehrswende ohne Kompromisse” vom 15.06.2023

Artikel im „Schreibwerk Berlin“:
„Paris kann Stadt“ vom 04.09.2025
 

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news-19574 Wed, 27 Aug 2025 08:33:10 +0200 Feiern und vernetzen /startseite/detail/feiern-und-vernetzen-sommerfest-2025 Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,
liebe Freund*innen einer Verkehrswende,

wir laden euch sehr herzlich ein zu unserem Sommerfest: 
eine schöne Gelegenheit zusammenzukommen, sich auszutauschen, neue Gesichter kennenzulernen 
und das zu erleben, was unseren Verein lebendig macht – 
Verbindung, Austausch und Freude an der Förderung nachhaltiger Mobilität.

am Samstag, 13. September 2025 ab 16:30 Uhr
in der Rohrbacher Mühle (Nähe St. Ingbert)

Anmeldungen bitte an die Mailadresse: service@vcd-saar.org

 

Wir haben für euch vorbereitet:

  • Einen Sektempfang am plätschernden Bach der Rohrbacher Mühle#
  • Ein lockeres Kennenlern-Programm („Who is who“)
  • Ein leckeres Buffet, auch mit veganen Optionen
  • Spannende Thementische, z.B. „Erzählung Paris-Tour“ (Paris hat eine beeindruckende Verkehrswende geschafft) - und weitere Einblicke in unsere Arbeit
  • Ein Kinderprogramm: kreativ und spielerisch
  • Live-Musik mit Klavier und Saxophon
  • Entspannte Atmosphäre zum Verweilen
  • Viel Zeit zum Reden, Ideen Austauschen und Netzwerken

 

Programm in Kürze:

16:30 Uhr      –   Ankommen, Sektempfang, Begrüßung
17:00 Uhr      –   Kennenlern-Programm
Ab 17:30 Uhr   –   Zusammensein, Essen, Gespräche, Live-Musik
ca. 19:00 Uhr   –   Offene Thementische
20:30 Uhr       –   Offizielles Ende, danach Open End

 

Wir freuen uns auf euch

– ganz besonders auf diejenigen, die bislang noch wenig Kontakt 
zum VCD Saarland hatten. 
Ob langjährig aktiv oder neu interessiert: alle sind herzlich willkommen. 
Bringt gerne Freund*innen und Bekannte mit.

Herzliche Grüße
Vorstand und “Festkomitee” 
des VCD Saarland.

 

 


 

Gut zu wissen:

  • Kinder sind herzlich willkommen!
  • Freund*innen und Bekannte sind ebenso willkommen.
  • Ihr erreicht die Rohrbacher Mühle auch mit Bus und Bahn.
  • Wir bieten einen (Elektro-)Shuttle von den Bahnhöfen Rohrbach oder St. Ingbert
    und zurück an – einfach bei der Anmeldung angeben.

 

Bitte Rückmelden!

Damit wir besser planen können, bitten wir um Rückmeldung so bald wie möglich

  • Wie viele Personen kommen?
  • Kommen Kinder mit? (Gerne mit Alter)
  • Möchtet ihr den E-Auto Shuttle nutzen? (Näheres dazu nach der Anmeldung)

Anmeldung, Nachrichten und Fragen an die Mailadresse: 

service@vcd-saar.org

Aber auch spontan Vorbeischauen ist willkommen!

 

Kinder...

sind herzlich willkommen! Wir basteln noch am Programm. Bisherige Pläne sind z.B.

  • Schiffchen im Bach schwimmen lassen,
  • ICE “Bobby-Train” Zeitfahren
  • Papierflieger basteln
  • Fallschirme vom 3. Stock runtersegeln lassen
  • Stockbrote backen – und anderes

 

Anschrift

Rohrbacher Mühle
Mühlstraße 36, 66386 St. Ingbert-Rohrbach
Fotos von der Mühle findet ihr hier: 
https://www.rohrbachermuehle.eu/

 

Anreise

Bahn

(Details auf Saarfahrplan.de oder bahn.de unter Benennung obiger Haltepunkte.)

Von:

nach Bahnhof Rohrbach

ist nah (1,9 km) zur Mühle und gut für Rad- oder Fuß-Reisende, 
es fährt aber kein Bus Richtung Mühle.

Ggf. unser E-Shuttle-Angebot nutzen.

oder: nach Bahnhof St. Ingbert

ist etwas weiter weg (3,4 km), hat aber
 gute Busverbindungen Richtung Mühle

Ggf. unser E-Shuttle-Angebot nutzen.

Saarbrücken

stündlich gleiche Zeiten: 

 

RB 68     z.B. ab: 16.08 – an: 16:22

RB 71     z.B. ab: 15.31 – an: 15:48

 

stündlich gleiche Zeiten: 

RB 70     z.B. ab: 16.01 – an: 16:13

RB 68     z.B. ab: 16.08 – an: 16:18

RB 71     z.B. ab: 15.31 – an: 15:45

(RB 71 kommt von MZG, hält auf allen Bahnhöfen. Abfahrtszeiten MZG jew. Min. 49‘)

Homburg

mit Anschl. von NK

RB 71 stündlich gleiche Zeiten,
z.B. ab: 15:56 – an: 16:07

RB 71 stündlich z.B. ab: 15:56 – an: 16:11

RB 70 stündlich z.B. ab: 15:30 – an: 16:44

RE 1   stündlich z.B. ab: 15:52 – an: 16:02

ZweibrückenRB 68 stündlich gleiche Zeiten, 
z.B. ab: 15:13 – an: 16:35
RB 68 stündlich z.B. ab: 15:13 – an: 15:39

 

Busverbindungen

zur Haltestelle "Umspannwerk Rohrbach, St. Ingbert“ (in der Nähe der Mühle):

  • von Bahnhof St. Ingbert: „Rendez-Vous-Platz“ (ca. 300 m vom Bahnhof) Busse im Taktverkehr:
    Ankunft jeweils Minute 06', 16‘, 18’,  26’,
  • aus Richtung Blieskastel/Kirkel:  an: 38’, 45'

 

Auto

  • A6: Ausfahrt 7 “Rohrbach”
  • A8: Ausfahrt 19 “Friedrichsthal-Bildstock”

 

Hier findest Du die Einladung zum herunterladen.

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news-19573 Wed, 27 Aug 2025 08:00:48 +0200 "Auto-krank-Land": Verkehrsstudie belegt Handlungsbedarf /startseite/detail/saarland-autokrankland-verkehrsstudie-belegt-handlungsbedarf Infas-Experte Robert Follmer hat das Ergebnis der umfangreichen Analysen vorgestellt: Im deutschen und europäischen Vergleich hat das Saarland einen überproportional hohen Anteil an Wegen, die per Auto zurückgelegt werden. Zu 79 % sind die Saarländer/Innen als FahrerInnen oder MitfahrerInnen im PKW unterwegs. Der Anteil des ÖPNV und der Aktivmobilität (Fuß/Rad) fällt erschreckend gering aus. 

Der Verkehrswendeclub VCD (Verkehrsclub Deutschland VCD e. V.) begrüßt, dass nun erstmals Zahlen und Fakten in so guter Qualität und Aussagekraft vorhanden sind. Die vom Experten Robert Vollmer (Infas) vorgestellte Analyse zeigt jedoch den enormen Handlungsbedarf. Aus Sicht des VCD müssen nun dringend Verbesserungen insbesondere beim Rad- und Fußverkehr erfolgen. 

Die empirische Studie von Infas hat zudem gezeigt, wie zufrieden die Autonutzer im Gegensatz zu den übrigen Nutzern der Verkehrsträger sind. Dies rechtfertigt, nach dem Vorbild von Paris das saarländische Übermaß an Autoverkehr mit klaren Push-Maßnahmen zu steuern. Dazu zählen die Parkraumbewirtschaftung, die Umverteilung von Straßenraum und die Verknappung von Flächen für dem MIV. 

Die Stadt Paris hat damit seit 2004 bei gleichzeitigem Ausbau von Rad-/Fuß- und Öffentlichen Verkehr einen Rückgang des Straßenkraftverkehrs von 56 % erreicht. Die Aufenthalts- und Lebensqualität der französischen Landeshauptstadt hat dadurch erheblich gewonnen. Das muss der Maßstab auch für das Saarland und seine Kommunen sein.

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news-19532 Sun, 17 Aug 2025 11:26:28 +0200 Saarbrücken braucht Ruhe: VCD fordert Tempo 60 auf der Stadtautobahn /startseite/detail/saarbruecken-braucht-ruhe-vcd-fordert-tempo-60-auf-der-stadtautobahn Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens besonders stark von Lärm betroffen. Laut dem aktuellen Gutachten zum Lärmaktionsplan 2024, das im Auftrag der Stadt erstellt wurde, sind tagsüber rund 72.000, in den Nachtstunden etwa 54.300 Bürgerinnen und Bürger einer signifikanten Lärmbelastung ausgesetzt (tagsüber > 55 dB, nachts > 50 dB).

Der VCD Saarland begrüßt, dass mit dem neuen Lärmaktionsplan weitere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung auf den Weg gebracht wurden. Dennoch zeigt sich: 
Die bisherigen Schritte reichen nicht aus, um die Belastung nachhaltig zu senken.

Besonders deutlich wird das an der Stadtautobahn A620, auf der täglich bis zu 100.000 Fahrzeuge verkehren. Zwar wurde im Bereich des Kreisels St. Arnual eine neue Lärmschutzwand errichtet, doch aktuelle Messungen zeigen: Der Effekt reicht nicht aus. Auf der gegenüberliegenden Saarseite werden weiterhin 58 dB gemessen – und im Bereich des Staatstheaters, wo bislang keine Lärmschutzwand existiert, sogar 63 dB. Solche Werte liegen klar im gesundheitsgefährdenden Bereich.


Der VCD fordert daher:

  • Durchgehend Tempo 60 auf der A620 im Stadtgebiet – zwischen den Anschlussstellen Saarbrücken-Gersweiler und Saarbrücken-Schönbach
    Eine Reduzierung von 80–100 km/h auf 60 km/h senkt den Lärm durchschnittlich um etwa 3 dB – das entspricht einer Halbierung der empfundenen Lautstärke. Die Fahrzeit zwischen dem Ostkreisel und der Wilhelm-Heinrich-Brücke würde sich bei freier Fahrt lediglich um 15 Sekunden verlängern.
  • Nachrüstung von Lärmschutzwänden auch in besonders betroffenen Abschnitten – etwa am Staatstheater –, um die Anwohnerinnen und Anwohner wirksam zu schützen.
  • Einsatz lärmmindernder Fahrbahnbeläge ("Flüsterasphalt") auf der gesamten innerstädtischen Strecke der A620.

Andere Städte zeigen, dass es geht:

Straßburg und Paris haben bereits Tempo 50 auf innerstädtischen Autobahnen eingeführt, Essen hat Tempo 60 erfolgreich umgesetzt. 
Auch Saarbrücken könnte diesen Weg gehen – nicht nur als Beitrag zum Gesundheitsschutz, sondern auch zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Denn gerade dieser Abschnitt der A620 gilt als unfallträchtigster im Saarland.

Bericht und Interview mit Ronald Maltha.
im „Aktuellen Bericht“ des SR vom 13.08.2025.

 

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news-19355 Sat, 05 Jul 2025 10:34:34 +0200 Teilerfolg nach Jahrzehnten: Regierung entscheidet, Bahnstrecken nach Großrosseln/Überherrn sowie Dillingen-Lebach/Schmelz zu reaktivieren. /startseite/detail/teilerfolg-nach-jahrzehnten-regierung-entscheidet-bahnstrecken-an-bistrossel-sowie-theel-und-prims-zu-reaktivieren Fassungslos mussten wir nicht nur als VCD Saarland beobachten, dass die saarländischen Kommunen Merzig und Losheim die Reaktivierung ihrer Bahnstrecke für den Personenverkehr ablehnen.
 
Filmprofi Klaus Gietinger hat in seinem Kurzfilm – wie immer bissig und fesselnd - die Diskrepanz zwischen BürgerInnenwillen und Ratsentscheidung dokumentiert. 
Am 2.7.2025 hat die saarländische Landesregierung darüber nun ihre Entscheidung getroffen: Zwei Reaktivierungsprojekte in den Tälern von Bist und Rossel bzw. Theel und Prims sollen kommen. Das ist  prima: Eine seit Jahrzehnten geforderte Reaktivierung soll nun Wirklichkeit werden. 

Für Merzig-Losheim bleibt es mit Verweis auf die kommunale Ablehnung der Ratsversammlung Anfang Mai 2025 beim reinen Straßenverkehr. 
Der SR berichtete ausführlich, darunter der Beitrag von VCD-Vorstand Manuel Schauer im Aktuellen Bericht.
 

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news-19292 Wed, 25 Jun 2025 19:26:58 +0200 VCD Saarland fordert konsequente Umsetzung des Lärmaktionsplans in Saarbrücken /startseite/detail/vcd-saarland-fordert-konsequente-umsetzung-des-laermaktionsplans-in-saarbruecken Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Saarland begrüßt die Fortschreibung des Lärmaktionsplans der Landeshauptstadt Saarbrücken, fordert jedoch deutlich ambitioniertere Maßnahmen zur Lärmreduktion. Denn: Über 14.000 Menschen in Saarbrücken sind nachts einer gesundheitsgefährdenden Lärmbelastung ausgesetzt – ein Zustand, der dringend geändert werden muss.

Besonders kritisiert der VCD, dass der Plan keine umfassende Strategie zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) enthält. Der Lärmaktionsplan sieht zwar punktuell Tempo 30 vor – u.a. in Burbach, Malstatt, Alt-Saarbrücken und St. Johann – doch eine flächendeckende Einführung sowie verbindliche Zeitpläne fehlen bislang.

„Nur durch eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs und eine Umverteilung des Verkehrsraums zugunsten von Bus, Bahn, Fahrrad und Fußverkehr lassen sich Lärm, Emissionen und Gesundheitsrisiken wirklich wirksam senken“, so der VCD Saarland. Der Umweltverbund muss massiv gestärkt und die Stadtplanung an kurzen Wegen sowie multimodalen Konzepten ausgerichtet werden. 

Der VCD fordert:

  • Flächendeckend Tempo 30
  • Verbindliche Umsetzung mit klaren Zeitplänen
  • Ausbau von ÖPNV und Radverkehr
  • Attraktive und sichere Fußwege
  • Parkraummanagement zur Verkehrsvermeidung

Die Stadt Saarbrücken hat nun die Chance, mit einer konsequenten Umsetzung des Lärmaktionsplans nicht nur den Gesundheitsschutz zu verbessern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Hier finden Sie unsere Stellungnahme zur Lärmaktionsplanung IV der LHS Saarbrücken.

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news-19190 Sun, 25 May 2025 11:44:24 +0200 Kidical Mass 2025: Sicherheit auf Saarländischen Straßen ist gerade für Kinder und Schüler so wichtig /startseite/detail/kidical-mass-2025-sicherheit-auf-saarlaendischen-strassen-ist-gerade-fuer-kinder-und-schueler-so-wichtig-1 Kinder und Jugendliche brauchen Orientierungssinn, eigene Erfahrung auf ihren Wegen zu Kita und Schulen und vor allem sichere Wege. Das Elterntaxi und immer größere Autos (SUV) stehen dem im Weg genauso wie der Straßenraum mit einseitiger Ausrichtung auf den Kraftverkehr. Gemeinsam mit den Verbänden ADFC, BUND, Fridays for Future unterstützt der VCD daher jährlich die Kidical Mass. - Die VCD-Initiativen “Zu Fuß zur Schule” und unsere Schulweg-Initiative mit Ronald Maltha zahlen darauf ein. Mach mit, werde (Familien-)Mitglied in unserem Verkehrswendeclub, dem einzigen Verkehrsclub für alle Verkehrsträger!

 

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news-19050 Thu, 08 May 2025 12:32:57 +0200 Stadtrat Merzig und Gemeinderat Losheim: Verrat für Wirtschaft, Anwohner und Klimaschutz /startseite/detail/stadtrat-merzig-verrat-fuer-wirtschaft-anwohner-und-klimaschutz Merzig/Saarbrücken, 08. Mai 2025 – Der Verkehrswendeclub VCD (Verkehrsclub Deutschland, e. V. LV Saarland) ist bestürzt über die Ablehnung der Stadt Merzig zur möglichen Reaktivierung der Bahnstrecke nach Losheim.

Sowohl gewerblich-industrielle Anrainer mit (auch neuen) Gleisanschlüssen als auch die Anwohner und Touristen werden weiter auf die Straße gezwungen. Gute Alternativen zum Straßenverkehr werden weiter fehlen. 

Für die Verkehrssicherheit, Klimaschutz und Verkehrswende ist das Verhalten von Verwaltung und Räten in Merzig eine Katastrophe. Denn auch die Ablehnung des Beschlussantrages wäre für die Landesregierung eine ausgebliebene Zustimmung für die Reaktivierung. 

Der VCD befürchtet, dass sich die Räte nicht wirklich mit der Machbarkeitsstudie auseinandergesetzt haben: Aufgezeigten Potenziale, darunter durchgehenden Bahnverbindungen bis Saarbrücken und Homburg kämen der Standortqualität der gesamten Region zugute. Von daher ist die Entscheidung von Verwaltung und Räte ein Dolchstoß für die gesamte Region. Angesichts möglicher Fördermittel von bis zu 90% durch den Bund – quasi auf dem Silbertablett – ist eine Ablehnung der Reaktivierung nicht nachvollziehbar. Die anderen Gemeinden bei Prims-, Rossel- und Bisttal-Bahn haben dies offenbar besser verstanden.

Der VCD ruft zu einer Neubesinnung im Raum Merzig-Losheim-Wadern auf und unterstützt die Initiative der Plattform Mobilität für einen runden Tisch. 

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