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Von der Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Ludwigshafen und der Bundesgrenze Saarbrücken/Forbach erwarten VCD und Kommunen mehr als die reine technische Sanierung: Kürzere Reisezeiten, bessere Anschlüsse und höchste Zuverlässigkeit im Betrieb müssen das Ergebnis der langen Streckensperrung ebenso sein wie die Chance für die betroffenen Kommunen, ihren innerörtlichen Verkehr zu verbessern. Während der Bauzeit bedarf es eines attraktiven Ersatzverkehrs, z. B. mit ICE L über die Nahestrecke und nach Karlsruhe.
Mit einem Fachartikel haben Oberbürgermeister Ulli Meyer aus St. Ingbert und VCD-Vorstandsmitglied Werner Ried auf die Herausforderungen der geplanten Generalsanierung der Bahn zwischen Ludwigshafen und Forbach 2029 aufmerksam gemacht. (link zum Fachartikel aus “Der Eisenbahningenieur”, Heft 5/2026, Hg. Verband der Eisenbahn-Ingenieure e. V.; VDEI; eurailpress / dvvmedia)
Diese Hauptanbindung des Saarlandes soll - nach kürzeren Sperrungen vorab - vom 22. Juni bis 7. Dezember 2029 voll gesperrt werden. Für die Öffentlichkeit, betroffene Kommunen und insbesondere die Saarwirtschaft mit Fernreisenden und wichtigen Güterverkehrsströmen ist bisher völlig unklar, welche Alternativen während der Sperrungen angeboten werden. Ebenso bleibt die Zielsetzung der Sanierung unklar.
Die Chancen sind jedoch groß: So kann die seit Jahrzehnten immer wieder verschobene Streckenoptimierung mit mehr Tempo (200 km/h statt 160 km/h Maximalgeschwindigkeit), mehr Kapazität (Ausrüstung mit ETCS-Zugbeeinflussung) und kürzeren Reisezeiten endlich Wirklichkeit werden. These von Meyer und Ried ist, dass eine mehrmonatige Streckensperrung zu wertvoll ist und mehr hervorbringen muss als die für den Betreiber so wichtige “Baufreiheit für die nächsten Jahre” ( 1zu1-Austausch der alten Materialien durch neue). Insbesondere muss diese Sperrpause als Gelegenheit für Anrainer-Kommunen dienen, örtliche Verkehrsprobleme z. B. an heute zu engen Brücken und Überführungen zu lösen.
Der VCD fordert mehr Dialog und Klarstellung, welche Alsternativen im Güster- und Personenverkehr während der Sperrpause angeboten werden. Die Saarwirtschaft, gerade die Schwerindustrie sowie Pendler und Fernreisende müssen sich auf weiterhin attraktive Verbindungen nach Deutschland und Paris verlassen können. Schnelle Züge via Nahetal nach Rhein/Main sowie via Landau-Karlsruhe nach München können dies leisten.