Bahn & Bus

Saarbrücken – Trier – Köln: VCD drängt auf neue bessere Direktverbindung

Saarland und Luxemburg sollen bei der künftigen Fahrplangestaltung gleichberechtigt berücksichtigt werden

Die Bahnstrecke durch die Eifel zwischen Trier und Köln soll bis Ende 2028 elektrifiziert und modernisiert werden. Danach will Luxemburg eine Direktverbindung durch die Eifel nach Köln einrichten.

Das bietet aber auch eine Chance für das Saarland: 
Durch die verbesserte Eifelstrecke können bei kluger Fahrplangestaltung auch direkte Zugverbindungen zwischen dem Saarland und Köln ohne Mehraufwand möglich werden.
Der „Verkehrswendeclub“ VCD schlägt dafür ein Fahrplankonzept vor, das die Interessen des Saarlandes UND Luxemburgs gleichermaßen berücksichtigt und attraktive Verbindungen nach Köln ermöglicht.

Situation zur Zeit: 
Von Koblenz aus fahren die Züge RE 1 und RE 11 oft zusammen als Zugverbund und werden in Trier getrennt („geflügelt“) – ein Zugteil fährt weiter Richtung Saarbrücken, der andere nach Luxemburg.

Der VCD schlägt vor, dieses bestehende Angebot der Regionalexpresslinien RE 1 und RE 11 weiterzuentwickeln.
Der künftige Fahrplan könnte zwei unterschiedliche Linien enthalten. Grundlage wären zwei verschiedene Angebote im Zwei-Stunden-Takt, die sich zusammen zu einem stündlichen Angebot ergänzen:
(Siehe Kartenskizze!)

  • Angebot 1: In der einen Stunde verkehrt der Zug zwischen Koblenz und dem Saarland beziehungsweise Luxemburg.
  • Angebot 2: In der anderen Stunde besteht die Verbindung dann zwischen Köln und dem Saarland beziehungsweise Luxemburg.
  • Beide Linien ergänzen sich zu einem stündlichen Verkehrsangebot.
  • In Trier Hauptbahnhof ist jeweils ein Umstieg zwischen den beiden Linien möglich.

Für das Saarland hätte dieses Konzept den Vorteil, dass attraktive Verbindungen in Richtung Köln geschaffen werden könnten, ohne das bestehende Angebot auf der Strecke nach Koblenz grundsätzlich infrage zu stellen. 

Nach Einschätzung des VCD entstehen auf saarländischer Seite dabei keine zusätzlichen Kosten für Fahrzeuge und Trassen gegenüber dem heutigen Angebot.

Die Landesregierung sollte sich deshalb mit den zuständigen Aufgabenträgern in Luxemburg und Rheinland-Pfalz abstimmen, um ein ausgewogenes und für alle Beteiligten attraktives Fahrplankonzept zu erreichen.

Die bisher angestrebte Lösung, bei der Reisende zwischen Saarbrücken und Köln in Trier grundsätzlich umsteigen müssten, wäre aus Sicht des VCD nachteilig für die Fahrgäste und die Standortqualität des Saarlandes.

 

 

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Zur Information

Die Eifelstrecke 
verbindet Trier mit Köln und ist rund 160 Kilometer lang. Sie wird derzeit umfassend modernisiert und elektrifiziert. Künftig sollen dort elektrische Züge statt der bisherigen Dieseltriebwagen fahren können.

  • Zeitplan: Die vollständige Elektrifizierung und Inbetriebnahme sind nach aktuellem Planungsstand für Ende 2028 vorgesehen.
  • Hintergrund: Nach der Flutkatastrophe von 2021 wurde die Strecke teilweise wiederaufgebaut. Die Elektrifizierung wurde in diesem Zusammenhang vorgezogen beziehungsweise ausgeweitet.
  • Bedeutung für das Saarland: Die Strecke könnte die Bahnverbindungen zwischen dem Saarland, Trier und Köln stärken und neue Möglichkeiten für durchgehende Zugverbindungen schaffen.  

 

Situation zur Zeit:
Süwex RE 1: (Südwesten SÜWEX – DB Regio Mitte)
Diese Linie verkehrt in der Region rund um Luxemburg, die Pfalz und das Saarland auf folgender Hauptachse: 

  • Strecke: 
    Koblenz Hbf – Trier Hbf – Saarbrücken Hbf – Kaiserslautern Hbf – Mannheim Hbf.
  • Besonderheit für Luxemburg: 
    Der RE 1 fährt zwar selbst nicht nach Luxemburg, ist aber das direkte Schwesterprojekt der Linie RE 11 (Koblenz – Trier – Luxemburg). Die Züge des RE 1 und RE 11 fahren von Koblenz aus oft zusammen als ein Zugverband und werden in Trier Hauptbahnhof getrennt (geflügelt) – ein Zugteil fährt weiter als RE 1 Richtung Saarbrücken, der andere als RE 11 nach Luxemburg.

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