Schneller zwischen Saarbahn und TER - Umsteigen auf der Verbindung zwischen Saarbrücken und Strasbourg könnte viel entspannter und schneller sein. Der VCD beantragt Fahplan-Optimierung im Saarbahnabschnitt
Saarbrücken, 29. Juli 2026 - Die Bahnverbindung zwischen Saarbrücken und Strasbourg leidet seit Jahren unter erheblichen Mängeln und Einschränkungen. Unzuverlässige Züge von SNCF und DB Regio, Baustellen, fehlende Fahrzeuge, kein Zusammenspiel von Tram und Zug und vor allem der verkorkste Anschluss zwischen Saarbahn und französischem Nahverkehrszug „TER“ vergraulen die Fahrgäste.
Die Verbesserung dank neuer Direkt-Verbindungen mit dem „Regiolis“-Fahrzeug lässt weiter auf sich warten. Der Flixbus ist längst zur attraktiven Verbindung geworden.
Der VCD regt deshalb eine einfache Optimierungsmaßnahme an. Ziel ist es, die Umsteigeverbindung zwischen Saarbahn und den französischen TER-Zügen in Saargemünd deutlich zu verbessern. Heute müssen Fahrgäste oft lange auf den Anschluss warten oder verpassen den Zug nach Straßburg nur um wenige Minuten. Dadurch verlängert sich die Reisezeit unnötig und die Bahn verliert gegenüber dem Auto oder dem Fernbus weiter an Attraktivität.
Nach Auffassung des VCD lässt sich dieses Problem ohne zusätzliche Fahrzeuge und ohne Änderungen am bestehenden Fahrplantakt lösen. Erforderlich ist lediglich eine andere Zuordnung der Fahrten auf der Saarbahn.
Konkret schlägt der VCD vor, die beiden im 15-Minuten-Takt verkehrenden Saarbahn-Linien im oberen Saartal an ihren Endpunkten zu tauschen. Künftig sollen die Fahrten, die heute in Kleinblittersdorf enden, bis Saargemünd weiterfahren. Im Gegenzug sollen die Fahrten, die bisher in Saargemünd enden, bereits in Kleinblittersdorf wenden. Am Fahrplan und am 15-Minuten-Takt ändert sich dadurch nichts. Die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Saarbahn in Saargemünd verschieben sich jedoch so, dass sie deutlich besser zu den stündlich verkehrenden TER-Zügen nach und von Straßburg passen.
Der Regionalexpress TER fährt in Saargemünd stündlich um :07 nach Straßburg ab und kommt aus Straßburg um :50 an. Die Saarbahn erreicht den Bahnhof derzeit jedoch erst um :10 beziehungsweise :40 und fährt in Gegenrichtung bereits um :16 beziehungsweise :46 wieder ab. Dadurch entstehen entweder unnötig lange Wartezeiten oder die Anschlüsse werden knapp verpasst. Der Vorschlag des VCD würde die Reisezeit auf der Verbindung Saarbrücken–Straßburg um rund 15 Minuten verkürzen und gleichzeitig das Umsteigen deutlich entspannen.
Der VCD hat bisher vergeblich die zuständigen Aufgabenträger bei Land und Stadt angesprochen. Der VCD bedauert, dass den Bedürfnissen der Reisenden und der Förderung des öffentlichen und grenzüberschreitenden Verkehrs nicht dir notwendige Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Für die Zukunft muss es wieder eine umsteigefreien Taktverkehr Saarbrücken-Strasbourg geben mit Halt in Kleinblittersdorf und idealerweise eine Verlängerung von und nach Metz.
Der VCD hat seinen Vorschlag dem zuständigen Aufgabenträgern von Land und Stadt bereits vorgestellt.
Inzwischen hat der Aufgabenträger bei der Landeshauptstadt Saarbrücken nach Rücksprache mit der Saarbahnbetriebsführung die Machbarkeit des VCD-Vorschlages prinzipiell bestätigt. Leidglich am Wochenende käme es zu einer Herausforderung, wenn die Züge dann zwischen Lebach udn Saargemünd direkt verkehren müssten. Dies traut sich die Saarbahn offenbar nicht zu. Aus Sicht des VCD wäre das allerdings ein Vorteil für die Kunden.
Der VCD drängt auf eine rasche Umsetzung und bedauert, dass den Bedürfnissen der Reisenden und der Förderung des öffentlichen und grenzüberschreitenden Verkehrs nicht dir notwendige Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Das Reisen war zuletzt durch fehlende Saarbahnfahrzeuge und Streiks erheblich eingeschränkt. Für die Zukunft muss es wieder eine umsteigefreien Taktverkehr Saarbrücken-Strasbourg geben mit Halt in Kleinblittersdorf und idealerweise eine Verlängerung von und nach Metz.