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Landesverband Saarland
Die Verwaltungsspitzen aus Landkreis, Kommunen und vom Land haben gemeinsam mit dem VCD die Absichtserklärung zum Kaiserradweg (LOI – Letter of Intent, in Anlage) unterschrieben. Diese Radvorrangroute soll über 36 km hinweg zwischen Saarbrücken, nahe Halberg und Homburg in den nächsten Jahren entstehen.
In der Absichtserklärung zum Kaiserradweg sagen sich die betroffenen Akteure gegenseitige Unterstützung zu.
Bereits seit Anfang 2025 und initiiert von der begleitenden Projektgruppe hat der vorrangig betroffene Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. In ihr ermitteln derzeit Experten den Bestand und Handlungsbedarf. Ferner simulieren die Auftragnehmer von PTV aus Karlsruhe und von IGS aus Neuss aus, welche Effekte eine optimierte Rad-Infrastruktur gerade für den Alltagsradverkehr haben wird.
Die Projektgruppe hat seit Anstoß des Projektes durch den VCD im Jahr 2022 inzwischen 16-mal getagt. In ihr kommen die Vertreter aus den Kommunen Saar–brücken, St. Ingbert, Kirkel, Homburg, vom Saarpfalz-Kreis und Biosphärenzweck–verband, aus dem Verkehrsministerium (MUKMAV), dem Lfs, VCD und ADFC sowie von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) zusammen. Der VCD moderiert mit dem Initiator Werner Ried seither ehrenamtlich das Gremium.
Der VCD sieht im Konzept der Radvorrangroute „Kaiserradweg“ die Blaupause für Radinfrastruktur auch in anderen Siedlungsachsen des Saarlandes. Im konkreten Fall der Kaiserstraße soll die neue Infrastruktur als schnelle, d. h. kreuzungsarme und mit Vorrang für Radfahrer Wegeführung ein Rückgrat für den Radverkehr mit Anschluss auch des Biosphärenreservates Bliesgau bilden. Die heterogenen und z. T. kaum befahrbaren (Neuhäusel, Rentrisch) Radwege sollen einer modernen Radinfrastruktur weichen, die für alle sichtbar ist und einlädt, aufs Rad umzusteigen.