Saarland
Quelle: vzbv/Marcus Gloger

Der VCD fordert:

  • mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer
  • mehr Geld und mehr Qualität für den Fuß- und Radverkehr
  • zeitgemäße Formen der Verkehrsberuhigung wie Shared Space
  • Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit in der Stadt
  • deutliche Reduktion von Lärm, Schadstoffen und Unfallgefahr an Hauptverkehrsstraßen
  • mehr Platz für Kinderspiel im öffentlichen Raum.

Wiederentdeckung des Gehens

Egal ob von zu Hause zur Schule, auf dem Weg zur nächsten Haltestelle oder vom Parkplatz zum Einkauf- jeder ist täglich auch Fußgänger. Damit ist der Fußverkehr die selbstverständliche Basis unserer Mobilität.

In der Verkehrsplanung und Politik findet das zu wenig Berücksichtigung.

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Landesverband Saarland

VCD LANDESVERBAND SAARLAND - Unser Blick in die Zukunft

Straßenraum ist öffentlicher Raum, heute belegen Kraftfahrzeuge mehr als 50% des öffentlichen Raumes – als fahrende Vehikel oder im Durchschnitt 23 Stunden des Tages als sog. ruhender Verkehr. Die zurückgelegten Wege der Bürger sind aber kurz, der Anteil der Wege unter drei Kilometer Länge liegt bei etwa 50%.

Blicken wir in die Zukunft:

Wir wünschen uns viel Leben und Kommunikation auf breiten Fuß- und Radwegen, wir sehen öffentlichen Raum als Treffpunkt.

Die Mobilitätsbedürfnisse der Bürger im Saarland wollen wir klimafreundlicher und sozial gerechter, gesünder und effizienter organisieren.

Dazu muss ein Umdenken in der Planung stattfinden, das den Menschen in das Zentrum stellt.

Mit unserer Vision wird die Aufenthaltsqualität in vielen Wohnquartieren und den zugehörigen Einkaufsbereichen erhöht. Der Erfolg wird sichtbar sein, zugeparkte Fuß- und Radwege werden der Vergangenheit angehören. Unsere Vision hilft die Klimaziele durch eine zeitgemäße Verkehrspolitik und Raumplanung zu erreichen. Die Mobilitätswende ist Klimaschutz. Der VCD-Landesverband Saarland will die Mobilitätswende lokal mitgestalten.

 Unsere Forderungen an die Verkehrs- und Stadtplanung im Saarland sind:

·  Der Platz im Straßenraum muss vom Rand zur Mitte gestaltet werden. Dringend brauchen wir ausreichend Platz für die Fußgänger, die Nutzung des Fahrrades und den Öffentlichen Verkehr (“Priorität Umweltverbund“), und erst der Rest –wenn vorhanden- darf für individuellen, motorisierten Verkehr verwendet werden.

·  Alle Verkehrsmaßnahmen müssen den Prämissen Minderung des Verkehrs allgemein, Minderung von CO2, Lärm, NOX, Feinstaub, Flächenverbrauch und Zahl der Verkehrsopfer dienen, sowie Gesundheit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz fördern.

·  Die Absenkung der Regelgeschwindigkeit des innerörtlichen MIV auf höchstens 30 km/h ist zentral für Klimaschutz und Sicherheit und die Verringerung des Flächenverbrauchs, genauso wie eine strikte Bewirtschaftung des öffentlichen Parkraumes. Durch viele verkehrsberuhigte Zonen enstehen Bereiche mit Schrittgeschwindigkeit und Gleichberchtigung für Fußgänger.  In diesen Dimensionen müssen wir denken und handeln, um die vereinbarten Ziele zum Schutz des Klimas zu erreichen und um Straßenraum für sinnvolle Nutzungen zurückzugewinnen.

 Der VCD Landesverband Saarland steht für einen Gewinn an Lebensqualität, durch den Umstieg auf den nicht-motorisierten Verkehr und den öffentlichen Nahverkehr.

Jeder, unabhängig von Einkommen, Herkunft, Handycaps oder Alter soll die Chance bekommen mobil zu sein und die Chance haben den öffentlichen Raum gleichberechtigt zu nutzen und sich gefahrlos und v. a. sicher in der Stadt und in den Gemeinden zu bewegen.

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