VCD Saarland Nachrichten http://saarland.vcd.org de_DE VCD Saarland Wed, 30 Sep 2020 14:06:22 +0200 Wed, 30 Sep 2020 14:06:22 +0200 TYPO3 EXT:news news-7394 Sun, 27 Sep 2020 13:09:46 +0200 Straßen-Erneuerung wieder ohne Radinfrastruktur https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/strassen-erneuerung-wieder-ohne-radinfrastruktur/  

St. Ingbert, 27.09.2020. Seit heute ist das Teilstück der L 250 zwischen Stadtgrenze St. Ingbert und Abzweig Neuweiler wieder für den Verkehr frei gegeben. Die zuständige Verkehrsbehörde im Regionalverband Saarbrücken und der Landesbetrieb für Straßenbau haben hier jedoch kostengünstige Chancen vertan,
- Radverkehr durch adäquate Markierung und Straßenraumgestaltung zu fördern
- Gefahren der bisherigen Markierung zu korrigieren
- einen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten.
Das ist umso erstaunlicher, da Straßenbreite und Technik hier förderfähige Möglichkeiten bieten für Radinfrastruktur in beide Fahrtrichtungen. Ferner hätte die Erneuerung dazu führen müssen, die Beschilderung und Fahrbahnmarkierung des vorhandenen Fuß- und Radweges im Kreuzungsbereich (Abzweig Neuweiler, Rad-Fahrtrichtung Dudweiler) so zu korrigieren, dass Gefahren für Radfahrer von und nach Dudweiler beseitigt werden.
Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatte im Vorfeld versucht, die zuständigen Akteure zu sensibilisieren: Während der LfS eine Prüfung von Korrekturmaß-nahmen in Aussicht gestellt hat, verblieb der Antrag des VCD an den Regionalverband auf Beibehaltung der zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h bisher ohne Reaktion.
Der VCD warnt davor, die Geschwindigkeit zu erhöhen! Dies würde den Radverkehr zwischen Dudweiler und St. Ingbert zusätzlich gefährden.

Als Gefahr und bedauerliche Fehlplanung wertet der VCD die überraschende Ausru?stung der L 250 mit stählernen Leitplanken. Sie sind für Zweiradfahrer lebensgefährlich im Falle von zu dicht überholenden Kraftfahrzeugen und erst recht bei Stürzen. Es wäre aus Sicht des VCD besser, auf diese kostspieligen Planken zu verzichten und das Geld in die systematische Planung von Radinfrastruktur zu investieren. „Man hat das Gefühl, LfS und Regionalverband wollen hier nur eine Rennbahn für Autos bauen, anstelle den boomenden Fahrradverkehr abzusichern“, kommentiert Dr. Werner Ried vom VCD die neue L 250. Und weiter: „Die uns zugetragenen Hinweise von Familien und anderen fahrrad-willigen Verkehrsteilnehmern zeigen, dass gerade zwischen den saarländischen Orten drin-gender Handlungsbedarf für einen sichereren Radverkehr besteht“.
Wünschenswert aus Sicht des VCD ist, zumindest die Beschilderung mit „Radfahrer kreuzt“ (Zeichen 138) am Abzweig Neuweiler zu ergänzen sowie Radwege farblich hervorzuheben.
Die hier vorgelegte Straßenraumgestaltung ist leider ein Beleg für ein Versagen im Saarland, zukunftsfähige Verkehrswege zu gestalten und die Zielsetzungen beim Klimaschutz ernst zu nehmen. Auch die klare Ansage von Verkehrsministerin Rehlinger von 2019, gerade solche Straßenerneuerungen zu nutzen für den Ausbau des Radverkehrs, verkommt durch diese Ausführung zur Sonntagsrede. „Die neue L 250 wirkt dazu wie ein verkehrstechnischer Dolchstoß“, so Ried.

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news-7377 Fri, 25 Sep 2020 13:51:53 +0200 Klimastreik 25.Sept 20: Saarländische Verkehrspolitik ohne Orientierung an nationalen und globalen Zielen https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/klimastreik-25sept-20-saarlaendische-verkehrspolitik-ohne-orientierung-an-nationalen-und-globalen-z/  

Saarbrücken 25.9.2020 – Aus Anlass des heutigen Klimastreiks unterstreicht der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD), dass im Saarland ein Herunterbrechen nationaler und globaler Ziele für Klimaschutz und Verkehrspolitik noch immer nicht erkennbar ist (Paris 2015, CO2-Neutralität 2050, Deutschlandtakt 2030).

Die seitens zuständigem Verkehrsministerium (MWAEV) unterstützten Maßnahmen zum Neubau von Straßen wie 

  • die Südumfahrung Riegelsberg, 

  • die Nordsaarlandstraße, 

  • die Umfahrung im Bereich Homburg-Süd 

sowie die kostspielige Flughafenpolitik des Saarlandes sind kontraproduktiv zu allen gesetzten Zielen von Verkehrswende und Klimaschutz. Die jüngste Verkehrs-Statistik belegt zudem ein ungebremstes Wachstum des klimaschädlichen Straßenverkehrs auf Basis des Verbrennungsmotors. 

Unterdessen ist ein nennenswerter Fortschritt bei CO2-minimierenden Verkehrsträgern wie Schienenverkehr, Radverkehr und Elektrifizierung im Saarland weiterhin nicht erkennbar. Die Entwicklung ist aus Sicht des VCD besorgniserregend mit Blick auf die verbliebene Zeit und das Restbudget für CO2-Emissionen zur Einhaltung des 2°-Zieles bei der globalen Erwärmung. 

Beispielhaft für die saarländische Negativ-Entwicklung ist:

  • Ausbleiben einer saarländische Zielsetzung zur Verkehrspolitik

  • Verschiebung der ÖPNV -Tarifreform auf unbestimmt (ursprünglich Start zum 1.1.2021)

  • Verrotten von Bahnstrecken und Straßenbrücken und weitere Infrastruktur

  • Stop der Elektrifizierung von Bahnstrecken

  • Stocken beim Verkehrsentwicklungsplan VEP von 2019

  • Ausbleiben von Radinfrastruktur trotz Straßenerneuerung, Beispiel L 250 Dudweiler-IGB

  • Fehlende Planungs- und fehlende Projektreife für Maßnahmen bei Rad- und Bahnverkehr

Die aktuelle Verkehrspolitik ist umso unverständlicher, da sowohl finanziell als auch planungs­rechtlich neue Spielräume bestehen. Überschüsse bei den Regionalisierungsmitteln (mindestens 40 Mio. €), ÖPNV-Coronageld (50 Mio. €) sowie neue Gesetzesinitiativen, (aktuell im Bundestag „Gesetz zur Beschleuni­gung von Investitionen“) bieten Spielraum für eine schnellere Umsetzung. 

Der VCD hält es angesichts der Bedeutung beim Klimaschutz und zur Umsetzung der nationalen Ziele (CO2-Neutralität bis 2050, Deutschlandtakt 2030) für absolut unverzichtbar, im Saarland eine ökologisch ausgerichtete Verkehrspolitik mit mehr Effizienz zu betreiben. 

Helfen könnte hier, die Verkehrspolitik des Landes auch organisatorisch neu auszurichten: Eine Verknüpfung mit den Themen Umwelt und Landesentwicklung mit einer entsprechenden Neuausrichtung der -Ressorts könnte dazu eine Maßnahme sein. Sie würde zugleich das aktuelle zuständige Verkehrsministerium mit seinen anspruchsvollen weiteren Themen wie Wirtschaft, Arbeit und Energie entlasten.

 

 

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news-6817 Mon, 01 Jun 2020 08:51:19 +0200 90 Minuten Ministerin https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/90-minuten-ministerin/  

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr nahm sich trotz der besonderen Anspannung in Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie Zeit für das Gespräch mit Vertretern aus dem VCD-Vorstand. Eineinhalb Stunden konnte der VCD mit der MInisterin und ihrer Abteilungsleiterin Astrid Klug sowie Referatsleiter Dr. Roland Priester die Themen Radverkehr, Verkehrsentwicklungsplan/ÖPNV, Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Schienengüterverkehr eörtern. – Es ging vorrangig darum Sichtweisen auszutauschen. Der VCD hat dazu in einer Vorbereitungsunterlage zusammengestellt, was er an verkehrspolitischen Aktivitäten wahrnimmt und was aus Sicht VCD zu tun ist.

Roland Maltha, Manuel Schauer, Peter Thomas und Werner Ried (zugeschaltet aus Hamburg) stellten die Positionen des VCD in der Video-Konferenz vor. Anke Rehlinger schilderte ihre Erfolge und Mühen bezüglich der geplanten Reform zu den Fahrpreisen im öffentlichen Verkehr. Sie unterstrich erneut, dass alles unter Vorbehalt der Finanzierung steht. 

Erfreulich ist die Zusage der Ministerin, gemeinsam mit dem VCD den Projektvorschlag “Pinsel statt Spaten” zu konkretisieren. Dabei geht es um eine Blaupause für einen sicherere und von Radfahrern akzpetierte Straßenraumaufteilung zu untersuchen. Positiv steht Frau Rehlinger auch einem landesweiten Leihfahrradsystem gegenüber, wozu sie sich gerne die Erfahrungen des Mobilitätsverbundes VRN anschauen will. Auch im Schienengüterverkehr erkennt das Ministerium zumindest seine politische Verantwortung an. Erfreulich ist hier, dass in Kürze Gespräche zur Rettung der Primstalbahn erfolgen sollen. Weniger Konsens hatten VCD und Ministerin bei den Themen SPNV und grenüberschreitender Personenverkehr. Hier orientierte die Argumentation der Ministerin vorrangig auf Finanzierungsfragen und politischen Zuständigkeiten und weniger am Bedarf und  zukunftsfähigen Angebotsplanungen empfindet der VCD.

Unterlage zum Gespräch hier.

 

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news-6746 Sat, 16 May 2020 21:47:17 +0200 SaarMoselleLux-Express - Vorschlag von VCD und Allianz-Pro-Schiene zur NachCorona-Mobilität https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/saarmosellelux-express-vorschlag-von-vcd-und-allianz-pro-schiene-zur-nachcorona-mobilitaet/  

  • Fehlender Asphalt auf mehr als 20 km

  • Mehrere einspurige Abschnitte, ampelgesteuert

  • Maximal 80 km/h,

  • Mehr als 20 Km Umweg und viele Kurven auf alter Trassenführung

  • Kapazitätsprobleme

  • Anmeldefrist von 60 Tagen im Voraus zur Fahrt

  • Unterwegs mindestens einmal die Reifen wechseln und niemand ist grenzüberschreitend für Verbesserungen zuständig.

So stellt sich - übertragen auf die Erfahrungswelt der Autofahrer - die Situation der grenzu?ber- schreitenden Schienenverkehrswege zwischen Saarland und Moseltal bzw. Luxemburg dar:

  • Technische Hürden (Elektrifzierungs-Lücken, unterschiedliche Stromsysteme) sowie
  • organisatorische Hemmnisse (Expertenmangel, fehlende Sprachkenntnis und Vorbestellungsfristen)

Sie vereiteln die okologisch sinnvolle Mobilität über die Schiene zu unseren Nachbarn.

Der VCD fordert im Kontext der Grenzöffnungen, jetzt alternative Angebote zum Straßenverkehr zu unseren Nachbarn unter Ausbau der Bahn auf die Schiene zu bringen. Denn, eine Rückkehr beim Güter- und Pendlerverkehr zum Mobilitäts-Verhalten vor der Covid19-Pandemie ist weder mit den Zielen im Kontext Klimaschutz vereinbar noch Wunsch vieler, überwiegend genervter Straßenverkehrsteilnehmer.

Das Saarland braucht insbesondere direkte Bahnverbindungen nach Luxemburg und Metz. Wäh- rend Richtung Metz für 2024 neue Direktverbindungen bestellt sind, fehlt noch immer eine attrak- tive Verbindung nach Luxemburg.

Der VCD schlägt daher vor, den SaarMoselleLux-Express zu realisieren.

Dabei handelt es sich um eine Direktverbindung zwischen Saartal und Luxemburg via Dillin- gen-Bouzonville-Thionville. Da für das Département Moselle-Est die gleichen Probleme bestehen, sollen dort ebenfalls Züge über diesen Weg verkehren und ein gemeinsames deutsch-franzö- sisch-luxemburgisches Angebot bilden unter Federführung der Besteller in Grand Est und Saar- land: Die gemeinsame Führung der Züge im Streckenabschnitt Bouzonville-Thionville-Luxemburg ermöglicht, die Kosten zu reduzieren.

Einen entsprechenden Vorschlag hat der VCD mit seiner Stellungnahme gemeinsam mit der Alli- anz Pro Schiene beim saarländischen Landtag eingereicht. Der Europa-Ausschuss plant eine An hörung zum grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Vorstandsvize und Bahnexperte Werner Ried hat in der Stellungnahme die Situation der Zusammenarbeit analysiert und den Handlungs- bedarf – u. a. mit Vorschlag SaarMoselleLux-Express – zusammengefasst. – Der VCD unterstützt und konkretisiert damit auch die seitens des EVTZ SaarMoselle beschlossene Resolution vom März 2020.

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news-6609 Fri, 01 May 2020 20:15:40 +0200 Grenzüberschreitender Schienenverkehr im Europa-Ausschuss https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/grenzueberschreitender-schienenverkehr-im-europa-ausschuss/  

Der saarländische Landtag hatte den VCD und Dr. Werner Ried (auch Beauftragter der Allianz Pro Schiene für das Saarland) zu einer Stellungnahme zum grenzüberschreitenden Verkehr aufgefordert. Der Europa-Ausschuss will das Thema in seiner nächsten Sitzung erörtern.

VCD-Vize Ried hat in seiner Stellungnahme die Situation der grenzüberschreitenden Bahninfrastruktur und der Zusammenarbeit analysiert (beides marode) und Lösungsvorschläge, darunter die Schließung von Elektrifizierungslücken sowie den der SaarMoselleLux-Express, unterbreitet.

Die Stellungnahme als pdf finden Sie hier.

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news-6525 Mon, 06 Apr 2020 11:35:08 +0200 VCD begrüßt verbessertes Fahrzeugangebot mit WLAN im Saarland - Dank an die Mitarbeiter von DB Regio, VLEX und Saarbahn https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-begruesst-verbessertes-fahrzeugangebot-mit-wlan-im-saarland-dank-an-die-mitarbeiter-von-db-regio/ news-6505 Sat, 28 Mar 2020 19:50:26 +0100 VCD-Mitglied BAHNLOG gewinnt Innovationspreis Klima und Umwelt https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-mitglied-bahnlog-gewinnt-innovationspreis-klima-und-umwelt/ Das Bahn-Unternehmen BahnLog GmbH in Kirkel-Limbach im Gelände des früheren Zoll- und Gleisbauhofes war bereits 2017 prämiert mit der Goldenen Umweltschiene von BfBahen. Jetzt erhält das  Unternehmen aus der Recycling- und Transportbranche sogar den deutschen Innovationspreis Klima und Umwelt in der Kategorie Biotop- und Artenschutz.

Quasi unter dem rollenden Rad war es dem Team und allen voran dem beauftagten Naturschutzexperten und Feldbiologen Dr. Christoph Bernd gelungen, im 65 Hektar großen Betriebsgelände den genau richtigen Lebens-und Rückzugsraum für eine besondere Fauna zu schaffen: Pfützen, geschaffen von Baumaschinen, Trockenareale im Bereich der Gleise, verwilderte Areale tragen dazu bei, dass sich seltene Arten im Gelände des Unternehmens eingestellt haben. Zusätzlich engagiert sich das Unternehmen und Leitung von Jörg Michael Fries und Dr. Bernd im gezielten Einbringen und der Aufzucht z. B. von Steinkäuzen und Laubfröschen.

Der VCD ist stolz auf sein Mitglied und gratuliert zur weiteren Preisverleihung!

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news-6118 Wed, 11 Mar 2020 09:27:44 +0100 Super WLAN auf Saar-Schienen… – ein Geheimprojekt? https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/super-wlan-auf-saar-schienen-ein-geheimprojekt/ Eine bedeutsame Verbesserung im saarländischen Schienen-Nahverkehr kam in der Wahrnehmung - u. a. aufgrund der Startschwierigkeiten von VLEXX - zu kurz:
Seit Dezember 2019 erfreuen sich die Pendler der neuen Züge eines hervorragenden WLANs!
DB Regio Mitte setzt nämlich ganz neue Triebwagen ein. Sie bestechen nicht nur durch Laufruhe, komfortable-farbenfrohes Interieur, mehr Radplätze und Zuverlässigkeit. Ganz unaufdringlich bieten diese Züge auch ein stabiles WLAN an. Dessen Name ist anders als sonst bei der DB etwas kryptisch „ALS008“. Einmal angeklickt, gelangt der Nutzer bisher ohne weitere Passwörter oder AGB-Geklicke ins Internet. Probieren Sie es aus!

Erstaunlich, dass Aufgabenträger und beauftragtes Unternehmen hier nicht stärker in die Werbung gehen nach dem Motto „Tue Gutes und Rede drüber“.

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news-5951 Fri, 14 Feb 2020 15:14:31 +0100 Verkehrswende in der Kinderarzt-Praxis https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrswende-in-der-kinderarzt-praxis/ In der Arztpraxis von Anne und Werner Meier-Heinrich in Saarbrücken-Dudweiler können Kinder die Wartezeit mit dem ICE als Spielzeug verkürzen.

Im Bahnshop ist der ICE-Bobbytrain nun wieder erhältlich. Werner Ried vom VCD-Saar war der Ideengeber 1997 für die Entwicklung des Spielzeugs.

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news-5902 Sun, 02 Feb 2020 19:00:20 +0100 Am Geld liegt es nicht: Jetzt Lücken schließen! https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/am-geld-liegt-es-nicht-jetzt-luecken-schliessen/ Saarbrücken, 01.02.2020. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) im Saarland begrüßt die Entscheidung des Bundestages vom vergangenen Donnerstag, mehr Geld für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung zu stellen.

Gerade jetzt gilt es für das Saarland, diese Mittel auch zu nutzen. Beispielsweise sollten die von Verkehrsministerin Rehlinger Ende 2017 überraschend gestoppten Pläne zur Elektrifzierung von Bahnstrecken im Saarland rasch wieder aufgenommen werden. Die vorhandenen Elektrifzierungslücken* im saarländischen Bahnnetz können zugunsten schnellerer, leiserer und sauberer Angebote gestopft werden. Elektrischer Bahnbetrieb ist zudem deutlich kostengünstiger.

Ferner empfehlt der VCD, das S-Bahn-Projekt und die zur Reaktivierung hoch bewerteten Bahnstrecken** rechtzeitig in das Antragsverfahren einzubringen und nicht erst das Ende der seit Jahren laufenden Verkehrsentwicklungsplanung abzuwarten.

Das Saarland hat im Gegensatz zu anderen Bundesländern bisher keine Planungen beim Bund eingereicht. Jetzt ist die Gelegenheit, diese Versäumnisse aus dem Weg zu räumen und die Verkehrswende im Saarland beim Ausbau von Schieneninfrastruktur voran zu treiben. „Spätestens jetzt ist es eine nicht mehr akzeptabel, den saarländischen Rückstand beim Bahnverkehr immer wieder mit Mittelknappheit zu begründen. Vielmehr heißt es jetzt, konkrete Planungen und Ziele vorzulegen, um Gelder für den Infrastrukturausbau zu beantragen. Die Masche, vom Bund pauschal Geld abzuverlangen und danach erst über Verwendungsmöglichkeiten nachzudenken, hat(te) keine Erfolgsaussichten!“

*Elektrifzierungslücken:

  • Saarbrücken-Lebach via Illingen: Wemmetsweiler Kurve & Illingen-Lebach

  • Rohrbach-Einöd, ca. 16 km (Kontext neue S-Bahn bis Zweibrücken)

  • Dillingen und Bouzonville, ca. 20 km

** Nutzen-Kosten-Verhältnis (Zwischenergebnis Studie Verkehrsentwicklungsplan VEP)

  • 3,6 (!) Saarlouis-Schmelz mit 1,1 Dillingen-Lebach

  • 2,9 Saarbrücken-Großrosseln (-Forbach)

  • 1,9 Stadtbahn bis „Saarbrücken-Zoo/Saarbasar“

  • 1,3 Völklingen-Überherrn

  • 1,1 Merzig-Losheim

  • ? Dillingen-Bouzonville-(Luxemburg)

 

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news-5717 Sun, 15 Dec 2019 10:43:00 +0100 Neu-Diskussion zur Nordumfahrung Merzig befremdlich https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/neu-diskussion-zur-nordumfahrung-merzig-befremdlich/ Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) im Saarland nimmt die seitens AKK neu entfachte Diskussion zur Nordumfahrung Merzig mit Befremden zur Kenntnis. „Mit Blick auf die Erkenntnis vorliegender Gutachten zur Nordsaarlandstraße kommt der VCD genauso wie die Straßenplaner und auch das zuständige Ministerium (MWAEV, 2019) zur Erkenntnis, dass sich der Bau der Straße unabhängig von den ökologischen Aspekten weder wirtschaftlich noch verkehrstechnisch rechnet“, so Sprecher und Verkehrsgeograph Werner Ried vom VCD.

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news-5716 Fri, 13 Dec 2019 10:38:00 +0100 Ausdünnung Bahnangebot inakzeptabel und korrekturbedürftig https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/ausduennung-bahnangebot-inakzeptabel-und-korrekturbeduerftig/ news-5656 Tue, 10 Dec 2019 13:00:00 +0100 Finanzierung des ÖPNV im Saarland - VCD-Veranstaltung mit Astrid Klug in Saarbrücken am 6. November 2019 https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/finanzierung-des-oepnv-im-saarland-vcd-veranstaltung-mit-astrid-klug-in-saarbruecken-am-6-november/ news-5600 Sat, 30 Nov 2019 12:09:08 +0100 Kappung Niedtalbahn vom Tisch – Fakten für europäische Lösung im Güter- und Personenverkehr https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/kappung-niedtalbahn-vom-tisch-fakten-fuer-europaeische-loesung-im-gueter-und-personenverkehr/ news-5595 Thu, 28 Nov 2019 15:49:38 +0100 Aufruf zur GROKO-Halbzeitbilanz: VCD fordert ausreichende Finanzmittel für günstige Fahrpreise und zukunftsfähige Saar-Eisenbahnen https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/aufruf-zur-groko-halbzeitbilanz-vcd-fordert-ausreichende-finanzmittel-fuer-guenstige-fahrpreise-und-z/ news-5505 Fri, 08 Nov 2019 18:20:00 +0100 VCD im SR "Aktueller Bericht": Bewohnerparken nicht zum Billigtarif https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-im-sr-aktueller-bericht-bewohnerparken-nicht-zum-billigtarif/ news-5422 Thu, 24 Oct 2019 07:38:17 +0200 Weniger Flughäfen: Großregion wirtschaftlich und ökologisch stärken! https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/weniger-flughaefen-grossregion-wirtschaftlich-und-oekologisch-staerken/ Klimaschutz und Lärmbelästigung kein Thema auf der IPR-Flughafen-Konferenz        

Der VCD Saarland bedauert, dass bei der IPR-Konferenz „Flughäfen der Großregion“ am 25. Oktober 2019 in Luxemburg die wichtigen Themen Klimaschutz und Lärmbelästigung offenbar nicht zur Diskussion stehen.

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news-5420 Wed, 23 Oct 2019 16:43:29 +0200 VCD fordert Wertschätzung und Entschädigung der Fahrgäste https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-fordert-wertschaetzung-und-entschaedigung-der-fahrgaeste/ news-5356 Thu, 03 Oct 2019 07:36:07 +0200 Busstreik: Es reicht! Mehr Geld für den ÖPNV im Saarland, statt Sonntagsreden https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/busstreik-es-reicht-mehr-geld-fuer-den-oepnv-im-saarland-statt-sonntagsreden/ “Dies ist ein Streik zu Lasten Dritter,”, so die Landesvorsitzende des VCD Saarland Andrea Schrickel,  “sind doch die ÖPNV-Nutzer der vier größten saarländischen Kommunen Saarbrücken, Neunkirchen, Völklingen und Saarlouis keine Verhandlungspartner in den Tarifauseinandersetzungen, sondern im Gegenteil in Geiselhaft genommen.”

Der VCD fordert daher die Verhandlungspartner Verdi und die KAV auf, eine Übergangslösung zu vereinbaren, die sofort greift, damit der Busverkehr schon morgen wieder aufgenommen wird. Die vereinbarte Übergangsfrist muss für intensive Verhandlungen genutzt werden.

Andrea Schrickel: „Auch die Landesregierung muss in diese Verhandlungen mit einbezogen werden, um die Mittel für den ÖPNV in diesem Land endlich auf das erforderliche Maß zu erhöhen.“

Weiterhin fordert der VCD von den bestreikten Unternehmen, dafür zu sorgen, dass die Daten in der Saarfahrplan-App und –Internetseite auch bei Streik so gepflegt werden, dass für Kunden klar erkennbar ist, welche Busse noch fahren.

Die Pflege der Daten in der App ist das Mindeste, was die Kunden von den Anbietern erwarten können. Eine finanzielle Entschädigung der Inhaber von Zeitkarten wäre zudem angemessen.

TV-Beitrag mit Andrea Schrickel im Aktuellen Bericht des SR ab Min 14:20

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