VCD Saarland Nachrichten http://saarland.vcd.org de_DE VCD Saarland Wed, 12 May 2021 12:03:05 +0200 Wed, 12 May 2021 12:03:05 +0200 TYPO3 EXT:news news-8539 Tue, 13 Apr 2021 09:30:00 +0200 Drei neue S-Bahn-Halte für das Saarland https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/drei-neue-s-bahn-halte-fuer-das-saarland/  

Das Planfeststellungsverfahren zur Reaktivierung der Bliestalbahn im Abschnitt Homburg bis Einöd und weiter nach Zweibrücken ist eröffnet. Die Unterlagen liegen u. a. in den Rathäusern von Zweibrücken und Homburg aus bzw. können interessierte Bürger sie im Internet auch ohne Termin studieren link.

Drei neue S-Bahn-Stationen soll es geben:

  • Homburg-Beeden und Schwarzenacker erhalten wieder einen Bahnanschluss;
  • in Homburg-Schwarzenbach soll ein komplett neuer Halt entstehen.

Im einstigen Bahnknoten Einöd soll es dank eines neuen Bahnsteigs möglich sein zwischen die Linien im Würzbachtal über Blieskastel und der neuen S-Bahn via Homburg umzusteigen.

Sofern die Planfeststellung ohne Verzögerung abläuft, ausreichend Kapazität für die Detailplanung und den Bau zur Verfügung stehen, so kann Ende 2024 der Bahnbetrieb wieder bis Zweibrücken starten. Das Angebot sieht vor, die S-Bahn von Mannheim-Kaiserslautern über Homburg hinaus nach Zweibrücken zu verlängern. Dies ist möglich, ohne zusätzliche Fahrzeuge. Die aktuelle Standzeit von 50 Minuten in Homburg reicht aus, noch bis Zweibrücken und zurück weiter zu fahren. Die elektrische S-Bahn bringt eine saubere und schnelle Bahnverbindung in den Saar-Pfalz-Kreis und das “Fahrtziel Natur” mit dem Biosphärenreservat Bliesgau.

Die reaktivierte und elektrifizierte Strecke bis Zweibrücken macht die 14 km kurze Bahn im Würzbachtal über Blieskastel-Lautzkirchen zur Lücke im elektrischen Bahnnetz. Der VCD Saarland fordert daher, diese Elektrifizierungslücke zu schließen und im Bliesgau zukünftig emissionsfrei bezüglich Klimagasen zu fahren.

]]>
news-8504 Mon, 05 Apr 2021 13:53:00 +0200 Sympathieträger & Hingucker: VCD Saar unterstützt Lastenradanschaffung https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/sympathietraeger-hingucker-vcd-saar-unterstuetzt-lastenradanschaffung/  

Zusätzlich zu den Fördergeldern des Saarlandes für den Lastenradkauf hält der VCD Saar ein weiteres Goody bereit für alte und neue Lastenradler*Innen: Wer sein Cargo-Velo beidseitig mit den Aufklebern des VCD-Saarland beklebt, erhält eine einährige, kostenfreie Testmitgliedschaft und natürlich die schmucken Aufkleber. Und für alle, die schon MItglied sind, gibt es als Aufwandsentschädigung ein wertiges Präsent. – Kontakt&Bewerbung gleich an info-saarland@vcd.org.

 

 

]]>
news-8503 Mon, 05 Apr 2021 13:25:06 +0200 Impfzentren müssen auch ohne Auto erreichbar sein! https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/impfzentren-muessen-auch-ohne-auto-erreichbar-sein/ Saarbrücken 5. April 2021. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) im Saarland bedauert die unzureichende Information zur Erreichbarkeit der saarländischen Impfzentren. Die offizielle Webseite des Saarlandes weist zur Anfahrt an die oft abgelegenen Standorte an erster Stelle die Anreise mit dem Auto aus. Für den öffentlichen Verkehr fehlt hingegen die zuverlässige Verlinkung zum Saarfahrplan. Anreiseempfehlungen mit dem Fahrrad und zu Fuß fehlen gänzlich.

VCD-Mitglieder beobachteten bei Test der Impf-Webseite viele Fehlermeldungen bei der Anfrage von Bus- und Bahnverbindungen. Das läuft noch nicht rund. Außerdem muss es auch Nicht-Autofahrern möglich sein, diese Angebote wahrzunehmen. Dies gilt erst recht, wenn nun auch nachts und an Feiertagen ein Impf-Angebot besteht. Hier besteht noch Optimierungsbedarf.

Der VCD bezweifelt zudem, ob „die Fahrplanauskunft der VGS“ (siehe Screenshot in Anlage) die korrekte Bezeichnung für den Saarfahrplan (saarfahrplan.de) des saarVV ist.

Der VCD regt an,

  • für alle Impfberechtigten und Impfwilligen, die nicht in der Lage sind, mit einem eigenen PKW anzureisen, alternative Angebote zu schaffen, um die oft außerhalb liegenden Impfzentren zu erreichen.
  • die vorhandene Technik der Fahrplan-Webseiten zu nutzen, worin der Zielort schon voreingetragen ist.
  • eine für Klima und Körper gesunde Anreisemöglichkeit zu den Impfzentren in den Vordergrund der Kommunikation zu stellen.
  • eine genaue Wegeinformation für Fuß und Radverkehr z. B. auf Basis der Openstreetmap zu liefern anstelle der kommerziellen Googlemap.

In heutiger Zeit muss es einfach selbstverständlich sein, die umweltfreundliche Anfahrt zum Zielort nicht nur mit den möglichen Techniken in den Informationsmedien zu integrieren, sondern diese aus Logistik-, Parkplatz- und klimapolitischen Gründen auch an als bevorzugte Variante zu benennen. 

Selbstverständlich gehören dazu auch Fuß- und Radverkehr.

Auch die Rücksichtnahme gegenüber den Anwohnern darf nicht zu kurz kommen: In der Nacht zum Ostermontag wälzte sich eine Autoschlange durch das Lebacher Wohngebiet.

]]>
news-8467 Sun, 28 Mar 2021 21:26:38 +0200 Julian Leyes belegt mit seiner Bachelor Thesis positive Nutzen-Kosten-Faktoren zur Niedtalbahn https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/julian-leyes-belegt-mit-seiner-bachelor-thesis-positive-nutzen-kosten-faktoren-zur-niedtalbahn/ Julian Leyes, Absolvent der technischen Betriebswirtschaft an der Hochschule Kaiserslautern, überraschte den gut besuchten Online-Themenabend des VCD-Saar vom 25.3.21 mit seinen Erkenntnissen zur Wiederaufnahme eines grenzüberschreitenden Schienenverkehres über die Niedtalbahn. Er analysierte Chancen und Möglichkeiten sowie der Kosten und Nutzen anhand von drei Szenarien. Seine Unterlagen hat VCD-Mitglied Julian uns hier zur Verfügung gestellt:

Präsentation vom VCD-Themenabend

Bachelorthesis an der Hochschule Kaiserslautern

Die Bachelorarbeit entstand in Partnerschaft mit dem Unternehmen SafeTrail sowie dem VCD Saarland. Eine Quintessenz seiner Arbeit ist, dass die synergistische Betrachtung von Personen- und Güterverkehr ebenso viel versprechend ist wie die Investition für Sanierung/Elektrifizierung und neue Leit-/Sicherungstechnik einer vorhandenen Schienenverbindung. Für den Grenzraum wäre es ein Leuchttumrprojekt, da erstmals auch grenzüberschreitend digitale Srellwerkstechnik zum Einsatz kommen sollte mit erheblichem Potenzial langfristiger Kosteneinsparung.

]]>
news-8286 Tue, 23 Feb 2021 15:04:45 +0100 Verkehrsentwicklungsplan (VEP) rasch umsetzen https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrsentwicklungsplan-vep-rasch-umsetzen/ Pressemitteilung – 23.02.2021

VCD lobt VEP und mahnt aber auch, die Verkehrswende rasch anzugehen
 

Saarbrücken, 23.02.2021. Der von der Landesregierung vorgelegte Verkehrsentwicklungsplan für das zukünftige Bus- und Bahnangebot dokumentiert aus Sicht des VCD Saar eindrucksvoll das große Potenzial für Verbesserungen im öffentlichen Verkehr.

Jetzt gilt es, den Plan rasch zu verabschieden, in die bundesweite Planung zum Deutschlandtakt zu integrieren und die aufgezeigten Maßnahmen auch umzusetzen. Die Chancen für Finanzierung und Planungsvereinfachung waren noch nie so gut wie jetzt. Mit raschem Handeln kann das Saarland die Verkehrswende zugunsten des umweltfreundlichen Verkehrs beeinflussen. So erlaubt beispielsweise das neue Investitionsbeschleunigungsgesetz des Bundes, auf vielen der noch vorhandenen saarländischen Bahnstrecken den Schienenverkehr ohne aufwändige Planverfahren in schon zwei Jahren wieder aufzunehmen. Nach dem langen Planungszeitraum für den Saar-VEP muss jetzt eine Aktiv-Phase der Umsetzung folgen - gerade im Schienenverkehr!

Der VCD begrüßt die fachliche Tiefe und Breite im Bericht zum VEP und findet viele seiner Vorschläge im VEP wieder. Dies gilt insbesondere für den Saarbrücker Bahnhof „Zoo“, an dem Regional- und Saarbahn unterhalb des Halbergs, am Saarbasar in Saarbrücken, verknüpft werden können.

Besondere Chancen bietet die Reaktivierung vorhandener Eisenbahnstrecken für den Schienenverkehr. Der VCD fordert die Reaktivierung des Schienenverkehrs von Merzig nach Losheim, im Primstal von Dillingen nach Schmelz und über die linke Saartalbahn von Saarbrücken in Richtung Großrosseln und Wadgassen. Züge können hier ohne umfangreiche und langwierige Neubauplanung in wenigen Jahren wieder verkehren. „Solche „QuickWins“ muss die Landesregierung jetzt umsetzen; das gebietet der sehr hohe Nutzen-Kosten-Faktor: Jeder investierte Euro erreicht dort nahezu eine Rendite von drei Euro“, so der VCD-Saar-Vorstand.

Der VCD fordert indes auch die Berücksichtigung des Güterverkehrs: Die wirtschaftlichen und ökologische Chancen der im VEP dargestellten Maßnahmen steigen bei Berücksichtigung des Güterverkehrs. Denn die Ansiedlung des Batteriewerkes von svolt bei Überherrn und Lebach sowie der geplante Güterumschlag in Bouzonville durch das saarländische Unternehmen Bahnlog steigern den Nutzen-Kosten-Faktor. Der VCD Saar empfiehlt daher, die Vorschläge des VEP unter Einbeziehung des zusätzlichen Potenzials des Güterverkehrs zu betrachten.

Lob erhält der vorgelegte VEP dafür, dass auch der Neubau einzelner Bahnstrecken – für Saarbahn oder Eisenbahn – und der Neubau vieler Haltepunkte untersucht worden ist.

Weitere kritische Anmerkungen:

  • Eine klare Zielsetzung zum Anteil des Bus- und Bahnverkehrs (ÖPNV) an den Verkehrsträgern insgesamt („ModalSplit“) fehlt. Hier bleibt der VEP hinter anderen Vorbildern (zum Beispiel Luxemburgs Strategie zur „mobilité durable“ von 2012/2018) zurück. Der VCD empfiehlt, für jedes VEP-Szenario / Maßnahmen stärker die Auswirkung auf den Anteil des ÖPNV am ModalSplit aufzuzeigen.
  • Der VCD erwartet, dass überfällige Maßnahmen – zum Beispiel die Verlegung einzelner Haltepunkte näher an die Siedlungskerne wie Ensdorf, Scheidt und Rentrisch – mit einer Umsetzungsfrist belegt werden.
  • Die grenzüberschreitende Dimension des Verkehrs ist zu wenig berücksichtigt. Dies gilt für den Haltepunkt Saarbrücken West in Höhe Messegelände/DFG oder die Verlängerung der Rosseltalbahn in Richtung Forbach. Hier beschränkt sich der VEP auf die rein saarländische Perspektive, obwohl grenzüberschreitende Untersuchungen teilweise vorliegen bzw. erstellt werden sollten.
  • Die Betrachtung der Punkt-zu-Punkt-Relation Saarbrücken – Luxembourg mit dem Bus steht zu sehr im Fokus. Als Bewertungsmaßstab für mögliche Verkehrsbeziehungen nach Luxembourg muss der Schienenverkehr berücksichtigt werden, der auch die Unterwegshalte komfortabel bedienen kann. Dem Schienenverkehr über Konz-Wasserbilllig oder über Niedaltdorf–Bouzonville sollte ein größerer Stellenwert eingeräumt werden.
  • Die Fahrradmitnahme im Schienenverkehr sollte rund um die Uhr kostenfrei möglich sein.
  • Die Elektrifizierungsstrategie des VEP erscheint dem VCD zu einseitig auf den Personenverkehr ausgerichtet. Netzeffekte einer durchgehenden Elektrifzierung werden außer Acht gelassen. Dies gilt für die Strecke Dillingen – Niedaltdorf – Bouzonville – Thionville, aber auch die Strecke zwischen Rohrbach und Einöd (nach Fertigstellung der S-Bahn Homburg-Zweibrücken).
]]>
news-8057 Sat, 30 Jan 2021 12:36:21 +0100 Neuer Hoffnungsschimmer: Fachpersonal für die Verkehrswende https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/neuer-hoffnungsschimmer-fachpersonal-fuer-die-verkehrswende/  

Willkommen in St. Ingbert: Ein neuer Beauftragter für Mobilität und den Fahrradverkehr steht seit 1.2.2020 in Diensten der Stadtverwaltung. Wie OB Dr. Uli Meyer Ende November angekündigt hat, soll es sich um eine Fachkraft mit einschlägigen Kenntnissen handeln. Wir und auch der ADFC St. Ingbert freuen uns! Unterdessen hat die Verwaltung zwei erfreuliche Maßnahmen verwirklich, um die Probleme bei der Verkehrswende St. Ingbert zu linden. Siehe vorher-nachher-Vergleich in den Fotos (klick vergrößert).

Willkommen beim VCD und im Haus der Umwelt Saarbrücken: Seit Februar hat auch der VCD eine Verstärkung für die bisher rein ehrenamtiche Arbeit: Anja Wessel leitet unsere und untertützt als Ehrenamts-Koordinatorin. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr hat erfreulicherweise zwei Referentenstellen ausgeschrieben. Gesucht werden Fachleute für die Reaktivierung von Eisenbahnstrecken (VEP) / Weiterentwicklung des SPNV mit der Zielrichtung eines S-Bahn-Netzes für das Saarland / neue Halte und damit verbundene Tätigkeiten.

]]>
news-7683 Thu, 12 Nov 2020 13:18:51 +0100 Medienresonanz zum Vorschlag Klimadbündnis/VCD für Regionalflughafen Großregion https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/medienresonanz-zum-vorschlag-klimadbuendnisvcd-fuer-regionalflughafen-grossregion/ Neben Meldungen im Hörfunk (5.11.) und Aktuellem Bericht (6.11.) berichtete “Wir im Saarland – grenzenlos” am 9. November mit einem Beitrag und Interview mit Werner Ried vom VCD. Hier der link zum SR.

Der SR lenkte den Blick auch auf die Flughäfen östlich der Großregion: Zusätzlich zu den beiden wallonischen Standorten von Charleroi und Lüttich (in SR-Karte nicht mehr aufgezeigt) kommen noch Baden-Baden und Strasbourg hinzu. – Offensichtlich gibt es eine Überversorgung mit Flughäfen..

]]>
news-7654 Mon, 02 Nov 2020 19:42:52 +0100 Luxemburg-Findel als einzigen Flughafen für die Großregion! https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/luxemburg-findel-als-einzigen-flughafen-fuer-die-grossregion/ Saarbrücken 3. November 2020. Im Vorfeld der „Kommissionssitzung Verkehr“ des Interregionalen Parlamentarierrates (IPR) am 6.11.20 hat der Verkehrsclub Deutschland mit Unterstützung namhafter Verbände des Klimaschutzbündnisses (s.u.) eine Nachhaltigkeits-Strategie zur Flughafenpolitik in der Großregion angemahnt.

In einer Empfehlung zur Beschlussfassung durch den IPR fordern die Verbände, nur einen Flughafen erfolgreich zu betreiben anstelle des bisherigen Parallel-Betriebs von sechs nah benachbarten Regional-Flughäfen in Saarbrücken, Hahn, Metz-Nancy-Lorraine, Lüttich, Charleroi und Luxemburg.

In allen Bereichen der Nachhaltigkeit – Ökonomie/Ökologie/Soziales - widerspricht die aktuelle Flughafen-Situation der Großregion gültigen Zielen und Normen. Der Nachfrage-Rückgang durch Covid19 verschärft die wirtschaftlich verheerende Situation der Standorte, die auch schon vorab nur dank hoher Subventionen der Regional-Regierungen überleben können. Die EU-Kommission untersagt diese Subventionspraxis ab 2024 (EU-Beihilferichtlinie).

Aus Sicht der Verbände ist der Parallelbetrieb der sechs Standorte

  • wirtschaftspolitisch absurd angesichts der Konkurrenzsituation und Defizite
  • ökologiepolitisch unverantwortlich angesichts der gültigen Klimaschutzziele global (Paris 2015), national (CO2-Neutralität bis 2050) und deren Verschärfung durch das EU-Parlament vom 7.10.2020 (- 60% CO2 bis 2030)
  • sozial ungerecht angesichts der Verfälschung des Wettbewerbs im Verkehrsmarkt: Luftverkehr erhält unverhältnismäßige viel Förderung trotz geringer Reisendenzahlen während für die Masse der Verkehrsteilnehmer bei Fuß- und Rad- und öffentlichen Nahverkehr die Finanzmittel unzureichend sind.

Sofern die Großregion mit Blick auf das Angebot der benachbarten Großflughäfen von Frankfurt und Paris überhaupt regionalen Flugverkehr benötigt, so sollte dieser professionell an einem Standort abgewickelt werden. Dazu kommt aktuell nur der Flughafen Luxemburg-Findel mit seiner zentralen Lage in Frage. Für ihn müssen entsprechende verkehrliche Angebote im öffentlichen Verkehr weiterentwickelt werden. Für die übrigen Standorte bedarf es nachhaltiger Konversionskonzepte. Angesichts der oft peripheren Lage dieser Flächen bietet sich z. B. die Energiewirtschaft mit Anlage für regenerative Energie an.

Die Verbände reagieren mit ihrer Initiative auf den Entwurf einer Empfehlung des IPR zur Flughafensituation. Diese zielt auf den parallelen Fortbetrieb aller vorhandenen Standorte ab. Diesem – aus ihrer Sicht unhaltbaren – Entwurf setzen die Verbände ihre Alternativ-Version mit klarer Ansage pro Luxemburg-Findel entgegen. (französische Version)

 

Unterstützer dieser Position sind:

]]>
news-7629 Sun, 25 Oct 2020 17:47:58 +0100 Der VCD hakt nach.... https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/der-vcd-hakt-nach/ Von “Fußbällen und Tieren” ist der Titel des Schreibens unseres früheren VCD-Vorsitzenden Markus Philipp zur schon abstrusen Beschränkung im Saarbrücker Verkehrsraum gerade für Fußgänger im Kontext Fußballspiel ohne Zuschauer und platzraubende Scooter des Unternemens Tier.

Lesen Sie mehr...
 

Vorstandsmitglied Mikolai Gütschow dokumentiert in seinem Erfahrungsbericht das Durcheinander im Saarbahnfahrplan. – Ein Beispiel für den Alltag im saarländischen ÖPNV

Lesen Sie mehr…
Und hier der Erfahrungsbericht

 

In St. Ingbert hat VCD-Vorstand Werner Ried die Beantwortung seines Schreibens vom 3. August angemahnt zum Thema Untätigkeit in der Radverkehrspolitik

Lesen Sie mehr… Und hier das Originalschreiben

 

]]>
news-7394 Sun, 27 Sep 2020 13:09:46 +0200 Straßen-Erneuerung wieder ohne Radinfrastruktur https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/strassen-erneuerung-wieder-ohne-radinfrastruktur/  

St. Ingbert, 27.09.2020. Seit heute ist das Teilstück der L 250 zwischen Stadtgrenze St. Ingbert und Abzweig Neuweiler wieder für den Verkehr frei gegeben. Die zuständige Verkehrsbehörde im Regionalverband Saarbrücken und der Landesbetrieb für Straßenbau haben hier jedoch kostengünstige Chancen vertan,
- Radverkehr durch adäquate Markierung und Straßenraumgestaltung zu fördern
- Gefahren der bisherigen Markierung zu korrigieren
- einen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten.
Das ist umso erstaunlicher, da Straßenbreite und Technik hier förderfähige Möglichkeiten bieten für Radinfrastruktur in beide Fahrtrichtungen. Ferner hätte die Erneuerung dazu führen müssen, die Beschilderung und Fahrbahnmarkierung des vorhandenen Fuß- und Radweges im Kreuzungsbereich (Abzweig Neuweiler, Rad-Fahrtrichtung Dudweiler) so zu korrigieren, dass Gefahren für Radfahrer von und nach Dudweiler beseitigt werden.
Der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) hatte im Vorfeld versucht, die zuständigen Akteure zu sensibilisieren: Während der LfS eine Prüfung von Korrekturmaß-nahmen in Aussicht gestellt hat, verblieb der Antrag des VCD an den Regionalverband auf Beibehaltung der zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h bisher ohne Reaktion.
Der VCD warnt davor, die Geschwindigkeit zu erhöhen! Dies würde den Radverkehr zwischen Dudweiler und St. Ingbert zusätzlich gefährden.

Als Gefahr und bedauerliche Fehlplanung wertet der VCD die überraschende Ausru?stung der L 250 mit stählernen Leitplanken. Sie sind für Zweiradfahrer lebensgefährlich im Falle von zu dicht überholenden Kraftfahrzeugen und erst recht bei Stürzen. Es wäre aus Sicht des VCD besser, auf diese kostspieligen Planken zu verzichten und das Geld in die systematische Planung von Radinfrastruktur zu investieren. „Man hat das Gefühl, LfS und Regionalverband wollen hier nur eine Rennbahn für Autos bauen, anstelle den boomenden Fahrradverkehr abzusichern“, kommentiert Dr. Werner Ried vom VCD die neue L 250. Und weiter: „Die uns zugetragenen Hinweise von Familien und anderen fahrrad-willigen Verkehrsteilnehmern zeigen, dass gerade zwischen den saarländischen Orten drin-gender Handlungsbedarf für einen sichereren Radverkehr besteht“.
Wünschenswert aus Sicht des VCD ist, zumindest die Beschilderung mit „Radfahrer kreuzt“ (Zeichen 138) am Abzweig Neuweiler zu ergänzen sowie Radwege farblich hervorzuheben.
Die hier vorgelegte Straßenraumgestaltung ist leider ein Beleg für ein Versagen im Saarland, zukunftsfähige Verkehrswege zu gestalten und die Zielsetzungen beim Klimaschutz ernst zu nehmen. Auch die klare Ansage von Verkehrsministerin Rehlinger von 2019, gerade solche Straßenerneuerungen zu nutzen für den Ausbau des Radverkehrs, verkommt durch diese Ausführung zur Sonntagsrede. „Die neue L 250 wirkt dazu wie ein verkehrstechnischer Dolchstoß“, so Ried.

]]>
news-7377 Fri, 25 Sep 2020 13:51:53 +0200 Klimastreik 25.Sept 20: Saarländische Verkehrspolitik ohne Orientierung an nationalen und globalen Zielen https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/klimastreik-25sept-20-saarlaendische-verkehrspolitik-ohne-orientierung-an-nationalen-und-globalen-z/  

Saarbrücken 25.9.2020 – Aus Anlass des heutigen Klimastreiks unterstreicht der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD), dass im Saarland ein Herunterbrechen nationaler und globaler Ziele für Klimaschutz und Verkehrspolitik noch immer nicht erkennbar ist (Paris 2015, CO2-Neutralität 2050, Deutschlandtakt 2030).

Die seitens zuständigem Verkehrsministerium (MWAEV) unterstützten Maßnahmen zum Neubau von Straßen wie 

  • die Südumfahrung Riegelsberg, 

  • die Nordsaarlandstraße, 

  • die Umfahrung im Bereich Homburg-Süd 

sowie die kostspielige Flughafenpolitik des Saarlandes sind kontraproduktiv zu allen gesetzten Zielen von Verkehrswende und Klimaschutz. Die jüngste Verkehrs-Statistik belegt zudem ein ungebremstes Wachstum des klimaschädlichen Straßenverkehrs auf Basis des Verbrennungsmotors. 

Unterdessen ist ein nennenswerter Fortschritt bei CO2-minimierenden Verkehrsträgern wie Schienenverkehr, Radverkehr und Elektrifizierung im Saarland weiterhin nicht erkennbar. Die Entwicklung ist aus Sicht des VCD besorgniserregend mit Blick auf die verbliebene Zeit und das Restbudget für CO2-Emissionen zur Einhaltung des 2°-Zieles bei der globalen Erwärmung. 

Beispielhaft für die saarländische Negativ-Entwicklung ist:

  • Ausbleiben einer saarländische Zielsetzung zur Verkehrspolitik

  • Verschiebung der ÖPNV -Tarifreform auf unbestimmt (ursprünglich Start zum 1.1.2021)

  • Verrotten von Bahnstrecken und Straßenbrücken und weitere Infrastruktur

  • Stop der Elektrifizierung von Bahnstrecken

  • Stocken beim Verkehrsentwicklungsplan VEP von 2019

  • Ausbleiben von Radinfrastruktur trotz Straßenerneuerung, Beispiel L 250 Dudweiler-IGB

  • Fehlende Planungs- und fehlende Projektreife für Maßnahmen bei Rad- und Bahnverkehr

Die aktuelle Verkehrspolitik ist umso unverständlicher, da sowohl finanziell als auch planungs­rechtlich neue Spielräume bestehen. Überschüsse bei den Regionalisierungsmitteln (mindestens 40 Mio. €), ÖPNV-Coronageld (50 Mio. €) sowie neue Gesetzesinitiativen, (aktuell im Bundestag „Gesetz zur Beschleuni­gung von Investitionen“) bieten Spielraum für eine schnellere Umsetzung. 

Der VCD hält es angesichts der Bedeutung beim Klimaschutz und zur Umsetzung der nationalen Ziele (CO2-Neutralität bis 2050, Deutschlandtakt 2030) für absolut unverzichtbar, im Saarland eine ökologisch ausgerichtete Verkehrspolitik mit mehr Effizienz zu betreiben. 

Helfen könnte hier, die Verkehrspolitik des Landes auch organisatorisch neu auszurichten: Eine Verknüpfung mit den Themen Umwelt und Landesentwicklung mit einer entsprechenden Neuausrichtung der -Ressorts könnte dazu eine Maßnahme sein. Sie würde zugleich das aktuelle zuständige Verkehrsministerium mit seinen anspruchsvollen weiteren Themen wie Wirtschaft, Arbeit und Energie entlasten.

 

 

]]>
news-6817 Mon, 01 Jun 2020 08:51:19 +0200 90 Minuten Ministerin https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/90-minuten-ministerin/  

Anke Rehlinger, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr nahm sich trotz der besonderen Anspannung in Zusammenhang mit der Covid19-Pandemie Zeit für das Gespräch mit Vertretern aus dem VCD-Vorstand. Eineinhalb Stunden konnte der VCD mit der MInisterin und ihrer Abteilungsleiterin Astrid Klug sowie Referatsleiter Dr. Roland Priester die Themen Radverkehr, Verkehrsentwicklungsplan/ÖPNV, Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Schienengüterverkehr eörtern. – Es ging vorrangig darum Sichtweisen auszutauschen. Der VCD hat dazu in einer Vorbereitungsunterlage zusammengestellt, was er an verkehrspolitischen Aktivitäten wahrnimmt und was aus Sicht VCD zu tun ist.

Roland Maltha, Manuel Schauer, Peter Thomas und Werner Ried (zugeschaltet aus Hamburg) stellten die Positionen des VCD in der Video-Konferenz vor. Anke Rehlinger schilderte ihre Erfolge und Mühen bezüglich der geplanten Reform zu den Fahrpreisen im öffentlichen Verkehr. Sie unterstrich erneut, dass alles unter Vorbehalt der Finanzierung steht. 

Erfreulich ist die Zusage der Ministerin, gemeinsam mit dem VCD den Projektvorschlag “Pinsel statt Spaten” zu konkretisieren. Dabei geht es um eine Blaupause für einen sicherere und von Radfahrern akzpetierte Straßenraumaufteilung zu untersuchen. Positiv steht Frau Rehlinger auch einem landesweiten Leihfahrradsystem gegenüber, wozu sie sich gerne die Erfahrungen des Mobilitätsverbundes VRN anschauen will. Auch im Schienengüterverkehr erkennt das Ministerium zumindest seine politische Verantwortung an. Erfreulich ist hier, dass in Kürze Gespräche zur Rettung der Primstalbahn erfolgen sollen. Weniger Konsens hatten VCD und Ministerin bei den Themen SPNV und grenüberschreitender Personenverkehr. Hier orientierte die Argumentation der Ministerin vorrangig auf Finanzierungsfragen und politischen Zuständigkeiten und weniger am Bedarf und  zukunftsfähigen Angebotsplanungen empfindet der VCD.

Unterlage zum Gespräch hier.

 

]]>
news-6746 Sat, 16 May 2020 21:47:17 +0200 SaarMoselleLux-Express - Vorschlag von VCD und Allianz-Pro-Schiene zur NachCorona-Mobilität https://saarland.vcd.org/startseite/detail/news/saarmosellelux-express-vorschlag-von-vcd-und-allianz-pro-schiene-zur-nachcorona-mobilitaet/  

  • Fehlender Asphalt auf mehr als 20 km

  • Mehrere einspurige Abschnitte, ampelgesteuert

  • Maximal 80 km/h,

  • Mehr als 20 Km Umweg und viele Kurven auf alter Trassenführung

  • Kapazitätsprobleme

  • Anmeldefrist von 60 Tagen im Voraus zur Fahrt

  • Unterwegs mindestens einmal die Reifen wechseln und niemand ist grenzüberschreitend für Verbesserungen zuständig.

So stellt sich - übertragen auf die Erfahrungswelt der Autofahrer - die Situation der grenzu?ber- schreitenden Schienenverkehrswege zwischen Saarland und Moseltal bzw. Luxemburg dar:

  • Technische Hürden (Elektrifzierungs-Lücken, unterschiedliche Stromsysteme) sowie
  • organisatorische Hemmnisse (Expertenmangel, fehlende Sprachkenntnis und Vorbestellungsfristen)

Sie vereiteln die okologisch sinnvolle Mobilität über die Schiene zu unseren Nachbarn.

Der VCD fordert im Kontext der Grenzöffnungen, jetzt alternative Angebote zum Straßenverkehr zu unseren Nachbarn unter Ausbau der Bahn auf die Schiene zu bringen. Denn, eine Rückkehr beim Güter- und Pendlerverkehr zum Mobilitäts-Verhalten vor der Covid19-Pandemie ist weder mit den Zielen im Kontext Klimaschutz vereinbar noch Wunsch vieler, überwiegend genervter Straßenverkehrsteilnehmer.

Das Saarland braucht insbesondere direkte Bahnverbindungen nach Luxemburg und Metz. Wäh- rend Richtung Metz für 2024 neue Direktverbindungen bestellt sind, fehlt noch immer eine attrak- tive Verbindung nach Luxemburg.

Der VCD schlägt daher vor, den SaarMoselleLux-Express zu realisieren.

Dabei handelt es sich um eine Direktverbindung zwischen Saartal und Luxemburg via Dillin- gen-Bouzonville-Thionville. Da für das Département Moselle-Est die gleichen Probleme bestehen, sollen dort ebenfalls Züge über diesen Weg verkehren und ein gemeinsames deutsch-franzö- sisch-luxemburgisches Angebot bilden unter Federführung der Besteller in Grand Est und Saar- land: Die gemeinsame Führung der Züge im Streckenabschnitt Bouzonville-Thionville-Luxemburg ermöglicht, die Kosten zu reduzieren.

Einen entsprechenden Vorschlag hat der VCD mit seiner Stellungnahme gemeinsam mit der Alli- anz Pro Schiene beim saarländischen Landtag eingereicht. Der Europa-Ausschuss plant eine An hörung zum grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Vorstandsvize und Bahnexperte Werner Ried hat in der Stellungnahme die Situation der Zusammenarbeit analysiert und den Handlungs- bedarf – u. a. mit Vorschlag SaarMoselleLux-Express – zusammengefasst. – Der VCD unterstützt und konkretisiert damit auch die seitens des EVTZ SaarMoselle beschlossene Resolution vom März 2020.

]]>