Saarland

Zugverbindung Saarbrücken - Luxemburg

ja - über Niedaltdorf oder Konz!

Der VCD spricht sich gegen den Neubau einer Trasse Merzig - Luxemburg aus.

Als realitätsfremd bezeichnet der Verkehrsclub Deutschland (VCD) den Vorschlag von Ministerpräsident Hans, die Zugverbindung nach Luxemburg durch einen Neubau zwischen Merzig und Luxemburg zu verbessern. „Der Neubau einer Eisenbahninfrastruktur zwischen Merzig und Luxemburg würde Jahrzehnte dauern und wäre nicht zu finanzieren" – so das Vorstandsmitglied Manuel Schauer. Der Verkehrsclub weist auf zwei Alternativen hin, die Bahnverbindung nach Luxemburg zu verbessern: Auf der Niedtalstrecke müsste der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Niedaltdorf, Bouzonville und Thionville wieder aufgenommen werden; das „Flottmachen dieser Strecke" würde auch dem Güterverkehr zum Beispiel zur Dillinger Hütte zu Gute kommen.

 

Ohne französische Beteiligung könnte eine stündliche Zugverbindung zwischen Luxemburg – Konz – Saarburg – Merzig und Saarbrücken nach Mannheim realisiert werden. Der Südwestexpress (SÜWEX) fährt bereits jetzt annähernd stündlich zwischen Trier über Saarbrücken nach Mannheim. Dieser Zug könnte in Konz oder Saarburg mit einem Zugteil verbunden werden, der von Luxemburg kommt bzw. dorthin fährt („Flügelung"). Dass die Flügelung funktioniert, lässt sich in Trier beobachten: Dort werden zwei Zugteile vereinigt, die als ein Zug nach Koblenz fahren. Nachdem die Bahnstrecke zwischen Konz nach Luxemburg in den letzten Jahren saniert worden ist, wäre die Realisierung dieser Möglichkeit (nur) von der Beschaffung geeigneter Fahrzeuge abhängig. Sie würde den Saarländern den Weg nach Luxemburg erleichtern – und auf dem Weg nach Mannheim mehr Plätze im Zug bieten.

 

Weitere Informationen zur Niedtalstrecke hier: seit Jahrzehnten aktiv im Niedtal: VCD Saar | VCD vor Ort - Mobilität für Menschen

 

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