Saarland

VCD-Stellungnahme zur Tarifreform bei saarVV

Zum 1.7. gilt beim saarVV ein neues Preissystem. Der VCD Saarland sieht viel Positives in der Tarifreform, übt in einigen Punkten jedoch auch Kritik.

Seit 2005 ermöglicht es der Saarländische Verkehrsverbund saarVV, den Öffentlichen Personennahverkehr im Saarland mit einer Fahrkarte zu nutzen. Dies gilt auch dann, wenn Bus und Bahn oder mehrere Busse verschiedener Unternehmen benutzt werden. Jedoch wurde der Saarländische Verkehrsverbund für seine Preisgestaltung, die aus einem Wabensystem resultiert, kritisiert. Vor allem der Preis für Einzelfahrscheine bei Wegen, die über mehrere Waben hinweg führen, wurde als teuer empfunden. Nun hat der saarVV sein Preissystem reformiert.
Ab dem 1. Juli 2021 gelten neue Tarife und Angebote. Viele Tickets werden für die Nutzerinnen und Nutzer von Bus und Bahn im Saarland deutlich billiger. Der Verkehrsclub Saar (VCD) begrüßt diesen Schritt: „Die Nutzung von Bus und Bahn soll nicht am Preis scheitern“ so das Vorstandsmitglied Manuel Schauer. Nun gelte es, die Menschen im Land gezielt anzusprechen und sie mit günstigen Preisen von Bus und Bahn zu überzeugen. Der Verband übt aber auch Kritik:

  • Gelegenheitsfahrer, die alleine fahren, profitieren kaum. Hier ist eine weitere Offensive erforderlich, um sie von den günstigen Abo-Preisen zu überzeugen.
  • Die Radmitnahme sollte auch Montags bis Freitags vor 9 Uhr in der Bahn kostenlos sein.
  • Die Vierer-Karte sollte nicht nur als Handy-Ticket angeboten werden; in Bussen könnte der Fahrer ein Ticket auch entwerten.

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