Saarland

VCD Saar beim Klimacamp Saarbrücken

Der Klimawandel ist in vollem Gange - mit massiven Folgen: Klimazonen verschieben sich, Gletscher schmelzen und die Dürre der letzten beiden Jahre bedroht nicht nur den Bestand der saarländischen Wälder. Verantwortlich für diesen gefährlichen Prozess ist vor Allem das Treibhausgas Kohlenstoffdioxid (CO2). Der Verkehr ist eine wesentliche Quelle für den Treibhausgasausstoß.

Wir drängen auf Abkehr von fossil betriebenen Verkehrsmitteln.

Der Verkehr ist eine wesentliche Quelle für den Treibhausgasausstoß. Denn noch immer basiert er zu über 90 Prozent auf Öl. Ein Fünftel des in Deutschland ausgestoßenen CO2 geht auf das Konto des Verkehrs und stammt fast ausschließlich aus den Auspuffen von Pkw und Lkw. „Anders als in anderen Bereichen sind die CO2-Emissionen des Verkehrs seit 1990 nicht gesunken“, so Andrea Schrickel, Landesvorsitzende des Verkehrsclub Deutschland (VCD Saar).

 

„Das Saarland steht zudem an der Spitze der PKW-Nutzung in Deutschland“, ergänzt Mikolai-Alexander Gütschow. „Nirgendwo sonst werden mehr PKW pro 1000 Einwohner genutzt. Gleichzeitig sind nur 2% der Saarländer mit dem Fahrrad unterwegs und über die Hälfte unserer Bevölkerung nutzt niemals den ÖPNV“  

 

Ronald Maltha erläutert die Beteiligung am Klimacamp: „Wenn man sich vor Augen führt, dass wir den CO2-Ausstoß bis 2050 nahezu komplett reduzieren müssen um das Klima zu stabilisieren, wird klar, vor welchen Herausforderungen wir stehen. Besonders im Bereich Verkehr sind tiefgreifende Maßnahmen erforderlich. Gegenwärtig übersteigen wir alleine im Saarland mit der durchschnittlichen jährlichen Autofahrleistung sein klimaverträgliches Budget; mit einem Flug von Saarbrücken nach Mallorca oder in andere Regionen zerstören wir weiter die Grundlage des Lebens und unserer Ernährung. Die Klimakrise ist langwierig und das Saarland trägt erheblich dazu bei. Wir informieren daher hier auf dem Klimacamp und auch in mehreren Veranstaltungen in den kommenden Wochen, wie man mobil sein kann, im Alltag und im Urlaub, ohne nachhaltig das Klima zu belasten,“ so Maltha.

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