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Verkehrspolitik, Verband

VCD-Resolution: Klimaschutz kommt nur mit der Verkehrswende voran

Heute, am 06.11.2017, startet die UN-Klimakonferenz COP 23 in Bonn. Dort sollen die Grundlagen für konkrete Maßnahmen geschaffen werden, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erreichen. Um die globale Erderwärmung in diesem Jahrhundert auf 1,5° Celsius zu begrenzen, muss auch der Verkehrssektor mit einbezogen werden.

Auf der Bundesdelegiertenkonferenz des ökologischen Verkehrsclubs VCD am vergangenen Wochenende in Hofgeismar, nahe Kassel, haben circa 80 Bundesdelegierte die Resolution „Der Klimaschutz braucht die Verkehrswende“ beschlossen.  Darin fordern sie anlässlich der COP 23:

1.      Die internationale Staatengemeinschaft sollte Maßnahmen ergreifen, um Kerosin endlich zu besteuern. In zahlreichen bilateralen Abkommen ist derzeit geregelt, dass für Kerosin keine Energiesteuer zu erheben ist. Die Steuerbefreiung ist ein Relikt aus der Frühzeit des Flugverkehrs, des klimaschädlichsten Verkehrsträgers.

2.      Die Reedereien im internationalen Schiffverkehr müssen gezwungen werden, auf Schweröle, extrem giftige Kraftstoffe aus Raffinerieabfällen, zu verzichten und auf Alternativen umzustellen. Ruß ist ein Klimakiller und schädigt besonders die Arktis.

Die künftige Bundesregierung in Deutschland ist aufgefordert, alle Maßnahmen im Verkehrssektor einem Klimacheck zu unterziehen. Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen müssen die ökologische Verkehrswende fest verankern. Bisher wurde im Verkehrssektor zu wenig erreicht und die Treibhausgasemissionen sind im Vergleich zu 1990 sogar angestiegen. Ziel muss bleiben, diese bis 2050 um 95 Prozent zu mindern.

Den vollständigen Text der Resolution finden Sie hier als Download: »Der Klimaschutz braucht die Verkehrswende. VCD-Resolution 2017«

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