Saarland

Fußverkehr, Auto & Straße, Verkehrspolitik

VCD im SR "Aktueller Bericht": Bewohnerparken nicht zum Billigtarif

Das Bewohnerparken (früher: Anwohnerparken) belegt den meisten öffentlichen Raum in Städten und bringt viele Probleme mit sich. Der VCD fordert daher, die Bewohner-Parkflächen zugunsten des ÖPNV und dem Ausbau von Fahrrad- und Fußgängerflächen zu begrenzen und zu verteuern.

Der ruhende Kfz-Verkehr nimmt oft zwischen 20 und 40 Prozent des Straßenraums in Anspruch (Agentur für Clevere Städte 2014), und steht damit den sich ändernden Ansprüchen an eine zeitgemäße, faire Aufteilung der Straße entgegen.

• Auf der anderen Seite fehlen gerade für das Fahrradparken ausreichende Stellplätze. In manchen Städten entfallen gerade mal zwei Prozent der Parkflächen im Straßenraum auf Fahrradbügel.

• Falsch geparkte Fahrzeuge behindern häufig massiv Rettungsfahrzeuge, aber auch den ÖV, Rad- und Fußverkehr und Lieferfahrzeuge.

• Parkende Autos versperren oft die Sicht auf Kinder oder Rad fahrende, was zu zahlreichen an sich vermeidbaren Unfällen führt.

• Sich öffnende Türen von parkenden Autos stellen bei zu engen Abständen ebenfalls ein Sicherheitsrisiko dar.

• Parkraumbezogene Maßnahmen haben erwiese-nermaßen einen großen Einfluss auf Pendlerströme aus dem Umland in die Stadt und stellen eine wesentliche Stellschraube für nachhaltige Mobilität dar

• Das Tabuthema „Parken“ behindert in fast allen Städten die Umgestaltung von Straßen zu sicheren und attraktiven Lebensräumen.

Interview mit dem VCD Saarland im Aktuellen Bericht

(ab Minute 14,00)

http://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=80465 

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