Saarland

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SaarMoselleLux-Express - Vorschlag von VCD und Allianz-Pro-Schiene zur NachCorona-Mobilität

Kein zurück in Vor-Corona-Mobilität: Besinnung auf Alternativen - Der beschwerliche Weg auf der Schiene zwischen Saar und Mosel/Lusemburg

 

  • Fehlender Asphalt auf mehr als 20 km

  • Mehrere einspurige Abschnitte, ampelgesteuert

  • Maximal 80 km/h,

  • Mehr als 20 Km Umweg und viele Kurven auf alter Trassenführung

  • Kapazitätsprobleme

  • Anmeldefrist von 60 Tagen im Voraus zur Fahrt

  • Unterwegs mindestens einmal die Reifen wechseln und niemand ist grenzüberschreitend für Verbesserungen zuständig.

So stellt sich - übertragen auf die Erfahrungswelt der Autofahrer - die Situation der grenzu?ber- schreitenden Schienenverkehrswege zwischen Saarland und Moseltal bzw. Luxemburg dar:

  • Technische Hürden (Elektrifzierungs-Lücken, unterschiedliche Stromsysteme) sowie
  • organisatorische Hemmnisse (Expertenmangel, fehlende Sprachkenntnis und Vorbestellungsfristen)

Sie vereiteln die okologisch sinnvolle Mobilität über die Schiene zu unseren Nachbarn.

Der VCD fordert im Kontext der Grenzöffnungen, jetzt alternative Angebote zum Straßenverkehr zu unseren Nachbarn unter Ausbau der Bahn auf die Schiene zu bringen. Denn, eine Rückkehr beim Güter- und Pendlerverkehr zum Mobilitäts-Verhalten vor der Covid19-Pandemie ist weder mit den Zielen im Kontext Klimaschutz vereinbar noch Wunsch vieler, überwiegend genervter Straßenverkehrsteilnehmer.

Das Saarland braucht insbesondere direkte Bahnverbindungen nach Luxemburg und Metz. Wäh- rend Richtung Metz für 2024 neue Direktverbindungen bestellt sind, fehlt noch immer eine attrak- tive Verbindung nach Luxemburg.

Der VCD schlägt daher vor, den SaarMoselleLux-Express zu realisieren.

Dabei handelt es sich um eine Direktverbindung zwischen Saartal und Luxemburg via Dillin- gen-Bouzonville-Thionville. Da für das Département Moselle-Est die gleichen Probleme bestehen, sollen dort ebenfalls Züge über diesen Weg verkehren und ein gemeinsames deutsch-franzö- sisch-luxemburgisches Angebot bilden unter Federführung der Besteller in Grand Est und Saar- land: Die gemeinsame Führung der Züge im Streckenabschnitt Bouzonville-Thionville-Luxemburg ermöglicht, die Kosten zu reduzieren.

Einen entsprechenden Vorschlag hat der VCD mit seiner Stellungnahme gemeinsam mit der Alli- anz Pro Schiene beim saarländischen Landtag eingereicht. Der Europa-Ausschuss plant eine An hörung zum grenzüberschreitenden Schienenverkehr. Vorstandsvize und Bahnexperte Werner Ried hat in der Stellungnahme die Situation der Zusammenarbeit analysiert und den Handlungs- bedarf – u. a. mit Vorschlag SaarMoselleLux-Express – zusammengefasst. – Der VCD unterstützt und konkretisiert damit auch die seitens des EVTZ SaarMoselle beschlossene Resolution vom März 2020.

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