Saarland

RESOLUTION DES VCD SAARLAND

Verabschiedet auf der Landesmitgliederversammlung 2019 am 23.3.2019 in Illingen-Hirzweiler

Eine erneute Fahrpreiserhöhung zum nächsten Jahreswechsel wäre Armutszeugnis für Ministerin Rehlinger

23. März 2019 Illingen-Hirzweiler/Saarbrücken. Die Mitglieder des ökologisch orientierten Verkehrsclubs VCD im Saarland haben am Samstag auf ihrer Jahresversammlung in Illingen-Hirzweiler die schnelle Umsetzung der Tarifreform für den ÖPNV angemahnt.

Die am Freitag veröffentlichten Vorschläge des Gutachters Probst aus Dresden seien vielversprechend. Insbesondere die neue, saarlandweite 39,- € Monatskarte ab 9 Uhr morgens hat, nach Meinung des VCD, das Potential viele Menschen zu überzeugen öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Ein „No Go“ wäre für den VCD eine erneute Fahrpreiserhöhung den VCD zum Jahreswechsel 2019/2020. Dies wäre ein Armutszeugnis für die zuständige Verkehrsministerin Anke Rehlinger, in deren Verantwortung die Genehmigung der Tarife fällt.

Die Schlüsselfrage für ein neues Tarifmodell für den Saar-ÖPNV ist natürlich dessen Finanzierung. Der VCD rechnet mit einem einstelligen Millionenbetrag jährlich, um den ÖPNV auf Basis der Vorschläge attraktiver zu gestalten. Als Gegenfinanzierung bieten sich die freiwerdenden Mittel aus der auslaufenden Betriebskostenbeteiligung für den Flughafen Saarbrücken an, so der VCD. Nach Vorgaben der EU ist es ab 2023 nicht mehr erlaubt, Regionalflughäfen wie Saarbrücken zu subventionieren. Nach Berechnungen des VCD erhält jeder Fluggast ab Ensheim über 20,- € aus der Landeskasse. Dieses Geld sollte besser zugunsten der Verkehrsträger im Umweltverbund mit Bus-, Bahn, Fuß- und Radverkehr eingesetzt werden, zum Beispiel für die Reform der ÖPNV-Fahrpreise. Auch die Landkreise und Nutznießer des ÖPNV, darunter Betriebe und Gewerbe kommen für eine Finanzierung in Frage.

 

RESOLUTION DES VCD SAARLAND

Verabschiedet auf der Landesmitgliederversammlung 2019 am 23.3.2019 in Illingen-Hirzweiler

 

Anlässlich ihrer Jahresmitgliederversammlung fordern die Mitglieder des VCD:

·       Rasche Reform des Fahrpreissystems für den saarländischen ÖPNV

·       Überwinden des auf Kleinst-Waben beruhenden Berechnungsmodells für die Fahrpreise

·       Einführung einer attraktiven Monatskarte auf Basis der jüngst bekannt gewordenen Vorschläge eines Gutachters (z. B. 39,- Monatskarte)

·       Orientierung am Wiener bzw. Wiesbadener Modell (1 € / Tag)

·       Einfache Übergangstarife zu den Nachbar-Gebieten in Rheinland-Pfalz, Luxemburg und Lothringen

·       Finanzierung aus den frei werdenden Mittel aus der Flughafenförderung

·       Ein No Go ist für den VCD, im laufenden Jahr keine Reform anzustoßen und zum Jahreswechsel 2019/2020 erneut die Fahrpreise zu erhöhen. - Frau Ministerin Anke Rehlinger muss liefern angesichts der seit Jahren laufenden Begutachtung der Tarifmodelle.

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