Saarland

Großer Erfolg für den VCD - Sicherheit für Radfahrer*innen auf der L250 bald deutlich verbessert

Nach der fehlgestalteten Fahrbahnerneuerung der L250 zwischen St. Ingbert und Saarbrücken-Dudweiler ließ der VCD nicht locker und erreichte nun die Verbesserung der Situation für Radfahrer*innen: Das Ministerium für Arbeit, Wirtschaft, Energie und Verkehr sagt einen neuen, sichereren Seitenstreifen zu und stellt den Neubau eines Rad- und Fußwegs entlang der Straße in Aussicht.

 

Seit Bekanntwerden der Pläne, dass auf der L250 zwischen St. Ingbert und Saarbrücken-Dudweiler die Fahrbahndecke erneuert werden soll, setzte sich der VCD dafür ein, dass diese Baumaßnahme genutzt wird, um den Abschnitt fahrradfreundlich und sicher zu gestalten (lesen Sie zum Beispiel hier mehr dazu). Trotz aller Bemühungen und Gespräche und des VCD, des ADFC sowie vieler Radler*innen erfolgte die Erneuerung des Streckenabschnitts wieder ohne Rad- und Fußinfrastruktur.
Schlimmer noch: die Straße ist nach den Baumaßnahmen für Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen viel gefährlicher geworden:

  • die Leitplanken entlang der Strecke sind lebensgefährlich im Falle von zu dicht überholenden Kraftfahrzeugen und erst recht bei Stürzen. Das Sicherheitsgefühl und der Fluchtraum für Fußgänger und Radfahrer haben die Verantwortlichen durch den Bau der Leitplanken vernichtet.
  • die verbauten Rasengitterverbundplatten entlang der Autofahrbahn sind für Radfahrer schwierig zu befahren und können Stürze begünstigen
  • am Übergang zwischen Asphalt und „Rasenkammerplatte" ist eine hohe, für Radfahrer*innen gefährliche Kante entstanden

 

Der VCD ließ trotz vollendeter Tatsachen nicht locker. Unser Vorstandsmitglied Dr. Werner Ried bemühte sich unermüdlich um eine Stellungnahme der Entscheidungsträger – und hatte nun Erfolg! Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) lud den VCD und den ADFC zu einem gemeinsamen Ortstermin auf dem besagten Streckenabschnitt der L250. Bei diesem Termin wurde die Gefahr der verbauten Rasengittersteine und der Kante zwischen der Fahrbahn und dem Seitenraum von den Verantwortlichen erkannt und eine Verbesserung der Situation zugesagt.
Hier ein Auszug der schriftlichen Stellungnahme des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr:


„Gleichwohl können Sie für Radfahrende, wenn diese, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, die Fahrbahn verlassen und auf den Bankettbereich ausweichen (müssen) eine erhöhte Sturzgefahr darstellen. In diesem Punkt stimmen wir Ihnen zu. Nach intensiver Prüfung von unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten hat sich die Straßenbauverwaltung des Landes dazu entschieden, die derzeit vorhandene Art der Bankbefestigung auszubauen und entweder Bankettbeton oder Rasengittersteine ohne Noppenstruktur zu verbauen. […] Im Sinne einer Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende in diesem Bereich erachten wir diesen Schritt für erforderlich. […] 

Bei unserem Vor-Ort-Termin wurde auch die sich an manchen Stellen befindliche Kante zwischen Fahrbahn und Seitenraum thematisiert. Wir werden im Zuge der oben genannten Maßnahme auch hinsichtlich der Fahrbahnkante kurzfristig Abhilfe schaffen.“


Auch der Neubau eines Rad- und Fußwegs wurde in Aussicht gestellt. Diese Maßnahme wird jedoch aufgrund umfangreicher Planungsprozesse noch etwas auf sich warten lassen.

Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg für die Sicherheit im Straßenverkehr aller!

 

Mehr dazu:

#PINSEL statt SPATEN | VCD vor Ort - Mobilität für Menschen

Straßen-Erneuerung wieder ohne Radinfrastruktur | VCD vor Ort - Mobilität für Menschen

SR.de: Fehlende Radwege

 

 

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