Saarland

Busstreik: Es reicht! Mehr Geld für den ÖPNV im Saarland, statt Sonntagsreden

Es reicht: seit einer Woche lassen verdi und die kommunalen Aufgabenträger ihre Kunden buchstäblich im Regen stehen. Der Verkehrsclub Deutschland fordert, dass dieser Konflikt so schnell wie möglich beigelegt und nicht länger auf dem Rücken der Buskunden ausgetragen wird.

“Dies ist ein Streik zu Lasten Dritter,”, so die Landesvorsitzende des VCD Saarland Andrea Schrickel,  “sind doch die ÖPNV-Nutzer der vier größten saarländischen Kommunen Saarbrücken, Neunkirchen, Völklingen und Saarlouis keine Verhandlungspartner in den Tarifauseinandersetzungen, sondern im Gegenteil in Geiselhaft genommen.”

Der VCD fordert daher die Verhandlungspartner Verdi und die KAV auf, eine Übergangslösung zu vereinbaren, die sofort greift, damit der Busverkehr schon morgen wieder aufgenommen wird. Die vereinbarte Übergangsfrist muss für intensive Verhandlungen genutzt werden.

Andrea Schrickel: „Auch die Landesregierung muss in diese Verhandlungen mit einbezogen werden, um die Mittel für den ÖPNV in diesem Land endlich auf das erforderliche Maß zu erhöhen.“

Weiterhin fordert der VCD von den bestreikten Unternehmen, dafür zu sorgen, dass die Daten in der Saarfahrplan-App und –Internetseite auch bei Streik so gepflegt werden, dass für Kunden klar erkennbar ist, welche Busse noch fahren.

Die Pflege der Daten in der App ist das Mindeste, was die Kunden von den Anbietern erwarten können. Eine finanzielle Entschädigung der Inhaber von Zeitkarten wäre zudem angemessen.

TV-Beitrag mit Andrea Schrickel im Aktuellen Bericht des SR ab Min 14:20

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