Saarland

Bahnverbindung Berlin-Paris via Saarbrücken

Von Berlin bis Paris mit Halt in Saarbrücken - und das in 5:30 Stunden? Bahnchef Richard Lutz stellte in einem Interview mit dem Handelsblatt die Verlängerung der Sprinterstrecke Berlin-Frankfurt ab 2024 in Aussicht. Der VCD Saarland begrüßt das und fordert die saarländischen Politiker auf, sich für die Streckenführung über Saarbrücken einzusetzen.

Pressemitteilung 04.03.2021

 

Saarbrücken, 04.03.2021. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Saarland begrüßt den Vorstoß von Richard Lutz, ab 2024 Direktverbindungen zwischen Berlin und Paris über Frankfurt anzubieten. Der DB-Chef hatte dies in einem Interview mit dem Handelsblatt in Aussicht gestellt: „Gegen eine Verlängerung nach Berlin ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Wir überlegen, ob wir die Sprinterverbindungen Berlin – Frankfurt ab dem Fahrplanwechsel 2024 in Richtung Pars durchbinden.“

Der VCD Saar unterstützt diesen Vorschlag und sieht darin eine gute Chance, das Angebot von gegenwärtig vier täglichen Verbindungen Paris und Frankfurt via Saarbrücken im Hochgeschwindigkeitsverkehr auszuweiten, zumal diese Strecke früher mit fünf Verbindungen bedient wurde. Mit dem Vorschlag von Richard Lutz kann auch die deutsch-französische Vereinbarung von La Rochelle vom 02.10.1992 endlich wahr werden. Sie hatte festgeschrieben: „Darüber hinaus werden die Vertragsparteien alles daran setzen, durch einen weiteren Ausbau des Eisenbahngeschwindigkeitsnetzes auch die beiden Hauptstädte Berlin und Paris so bald wie möglich in der kürzest möglichen Fahrzeit miteinander zu verbinden. Die Vertragsparteien sind sich darüber einig, dass die Fahrzeit Berlin – Paris nach dem Ausbau dieser Strecke auf Hochgeschwindigkeitsbetrieb 6 Stunden und 30 Minuten nicht überschreiten sollte (Art. 3 Abs. 2 Vereinbarung von La Rochelle).“

Für den VCD ist jetzt der richtige Zeitpunkt, seitens der Landesregierung und der saarländischen Bundestagsabgeordneten sowie der drei Bundesminister aus dem Saarland die Verbindung Paris – Mannheim – Frankfurt - Berlin via Saarbrücken festzuzurren. Dazu gehört es auch, mögliche Beschleunigungsmaßnahmen auf der Strecke Saarbrücken – Mannheim zu nutzen (neues Sicherungssystem ETCS mit erlaubter Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h, reduzierte Bauzeitenzuschläge, angepasstes Fahrplankonzept). Der Weg von Paris nach Frankfurt via Saarbrücken ist im Vergleich zur Strecke via Strasbourg deutlich kürzer; dank des geringen Energieverbrauchs ist die Saarbrücken-Verbindung deutlich umweltfreundlicher als die über Strasbourg.

Die Verlängerung der von Paris kommenden Züge über Frankfurt hinaus nach Berlin würde eine Fahrzeit von Saarbrücken nach Berlin von ca. 5 Stunden und 30 Minuten ermöglichen – eine Stunde schneller als gegenwärtig. Der VCD ist sich sicher, dass viele Saarländer die Züge in beide Richtungen nutzen werden. Viele Züge in beide Richtungen würden den Wirtschafts- und Wohnstandort Saarbrücken aufwerten: Der Weg von Paris nach Berlin führt über Saarbrücken – und umgekehrt.

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