Saarland

Auch im Saarland: Kostenfreie Fahrradmitnahme in der Bahn vor 9 Uhr !

Es ist nicht nachvollziehbar, warum während der Rushhour Frankfurts die Fahrradmitnahme auch vor 9 Uhr problemlos und ohne Zusatzticket möglich ist, dagegen im Saarland und in Rheinland-Pfalz nicht. Wir erwarten hier Verbesserungen, damit die Radmitnahme auch im Raum Rheinland-Pfalz/Saarland zukünftig ganztägig kostenfrei möglich wird. Hier unser aktueller Brief an Verkehrsministerin Anke Rehlinger und die Verantwortlichen für den Schienenverkehr.

An die SPNV-Aufgabenträger für Rheinland-Pfalz & Saarland:

Frau Ministerin Anke Rehlinger, Saarbrücken
Herr Michael Heilmann, Kaiserslautern
Herr Thomas Geyer, Trier
Saarbrücken, den 2. April 2018

Sehr geehrte Frau Ministerin,
sehr geehrte Herren Heilmann und Dr. Geyer,

 

Wir beantragen, die aktuelle gültige Einschränkung der Fahrradmitnahme im regionalen Bahnverkehr in Rheinland-Pfalz und Saarland zu überdenken.


Nach dem Vorbild Hessens (RMV), wo die Fahrradmitnahme auch vor 9 Uhr problemlos und ohne Zusatzticket, möglich ist, soll die Radmitnahme auch im Raum Rheinland-Pfalz/Saarland ganztägig kostenfrei möglich werden. Diese Maßnahme stärkt den Systemverbund aus Rad und Bahn und macht ihn als umweltfreundliche Alternative zum PKW attraktiver. Zugleich können komplizierte Zusatzfahrkarten und Stress für Zugbegleiter entfallen.


Immer wieder kommt es zurzeit zu Diskussionen zwischen Fahrgästen und Zugschaffnern, da die Regelungen von einem zum anderen Bundesland unterschiedlich sind. Es ist nicht nachvollziehbar, warum während der Rushhour Frankfurts ein Fahrrad im Nahverkehr kostenfrei mitgenommen werden darf, im Saarland und Rheinland-Pfalz jedoch nicht. Die Abgrenzung des Geltungsbereichs des Nulltarifs für die Fahrradmitnahme ist nicht nur für Ortsfremde nicht immer einfach zu erkennen. Allein schon deshalb ist die saarlandweite Ausweitung des Nulltarifs sinnvoll.


Eine Umsetzung des VCD-Vorschlages wird den Umweltverbund aus Bahn und Rad stärken und viele Zugbegleiter entlasten. Wenn ein Zug voll ist, wird nach Vorbild Hessens sich ein Radler sehr wohl überlegen, noch zusteigen zu wollen.
Spätestens bei Einführung der neuen Fahrzeuge zum Fahrplanwechsel 2019/2020 sollte die Maßnahme umgesetzt sein. Nach Vorbild andere Bundesländer sollte eine klare Prioritätenregelung für Mitnahmeanspruch für Mobilitätseingeschränkte Reisende (mit Behinderung, mit Kinderwagen, mit Fahrrad) in allen Fahrzeugen sichtbar sein.


Im Sinne der Pariser Klimaschutzziele, zur Steigerung der Attraktivität des Alltags-Radverkehrs und im Interesse der Zugbegleiter bitten wir Sie, die skizzierten Beschränkungen der Radmitnahme im Schienenpersonennahverkehr von Rheinland-Pfalz und Saarland aufzuheben.

Mit freundlichen Grüßen

VCD, Landesverband Saarland
Dr. Werner M. Ried,
stellv. Landesvorsitzender

Ev.-Kirch-Straße 8
66111 Saarbrücken


zurück