Saarland

Über uns

VCD: Ökologisch, gemeinnützig, ehrenamtlich und fachkompetent

Ein gutes Bus- und Bahnangebot, mehr Platz für Fahrräder, energiefreundliche Autos, mehr Sicherheit für Kinder und ganz wichtig die Vermeidung von Verkehr: So sieht nachhaltige Mobilität für die Mitglieder des Verkehrsclub Deutschland aus.

Um diese Vision zu verwirklichen, wurde der VCD e.V. 1986 und im Saarland 1988 ein Landesverband gegründet. Seitdem haben umweltbewusste Menschen eine Alternative zu herkömmlichen Automobilclubs und die Verkehrspolitik ein ökologisches Korrektiv. Derzeit unterstützen 60.000 Menschen den VCD. Im Saarland sind es 460 Mitglieder.

Andrea Schrickel, Dr. Werner M. Ried und Manuel Schauer bilden den geschäftsführenden Vorstand des VCD Saar.

Im erweiterten Vorstand engagieren sich Peter Thomas, Ivonne Pitzius, Michael Hinsberger und Erhard Pitzius.

Regionalgruppen gibt es in Köllertal (Kontakt: Karl-Heinz Janson oder Peter Thomas) und in der Region Saargau, Niedgau, Saarlouis. (Kontakt: Erhard Pitzius)

Unseren letzten runden Geburtstag 25 Jahre VCD im Saarland haben wir gebührend gefeiert: Die Festveranstaltung fand am 04. September 2013 im VHS-Zentrum am Schlossplatz Saarbrücken, Großer Saal mit zahlreichen Ehrengästen statt. Mitveranstalter war die Volkshochschule Saarbrücken und der Saarländische Rundfunk. Nach Sektempfang und Grußworten ließ die Podiumsdiskussion "planlos, ziellos, mittellos" und das anschließende come together im Foyer der VHS unseren Geburtstag zu einem gelungenen Event werden.

Unsere Festschrift dokumentiert Fakten zur Verkehrspolitik und zu unserem Engagement.

Historie des VCD im Saarland

VCD/Oliver Dietze

Der VCD Saarland wurde 1988 zwei Jahre nach der Gründung seines Bundesverbandes. Kurz darauf bezog er die Räume der Geschäftsstelle in Saarbrücken-Malstatt (Auf der Werth). Namen wie Christel Schneider-Woll, Jürgen Nieser, Tilo Mazur, Jürgen Werle oder Barbara Ral prägten die Gründerjahre, in denen der VCD Saarland die Mitgliederzahlen von über 500 erreichte. Eine Spitze von über 600 Mitgliedern gab es Mitte der 90er Jahre.

Die Mitgliederzeitschrift „nahfairkehr“ erschien ab 1992, ein Jahr später bearbeitete Ralph Schrickel die Redaktion, Arne Bach übernahm 1998 das Erstellen der Zeitschrift. Seitdem gibt es regelmäßig den postalischen Rundbrief an alle Mitgliedern, eine Aktiven-Seite bei YAHOO-Groups und diese Webseite.

Im Jahr 2001 erfolgte der Umzug von Malstatt ins Haus der Umwelt am St. Johanner Markt.

Große Projekte des VCD Saarland waren Anfang der 90er die Mobilitätsberatung und die Mithilfe bei einem ersten Versuch, Car-Sharing in Saarbrücken zu etablieren. Mitte der 90er Jahre folgte dann unter der Leitung von Christian Jutzler und Markus Philipp das Projekt „Fahrgastbeirat“, bei dem Susanne Meyer- Rousche vier Beiräte im Saarland eingerichtet. Damit war ein Stein ins Rollen geraten, denn weitere Beiräte wurden nach Beendigung des zweijährigen VCD-Projektes von den Verkehrsunternehmen gegründet. Susanne Meyer-Rousche moderiert heute die Fahrgastbeiräte im Saarland, auch einige in Rheinland-Pfalz.

Weitere Themen waren die alljährlichen Aktionstage "Mobil ohne Auto", der europaweite Aktionstag "Ohne Auto in die Stadt", die alljährliche Teilnahme an den "Umwelt- und Friedenstagen" im Saarpfalz-Kreis, der saarlandweite Bahnhofstest, der Verkehrsverbund saarVV, der Fahrgastbeirat und die Saarbahn.

Der VCD hat ein S-Bahn-Konzept aufgestellt, dass die Vorteile der Bahn im Nahverkehr zur Geltung kommen läßt.

Wir warten auf den angekündigten Verkehrsentwicklungsplan, den alten aus dem Jahr 1995 haben wir "überlebt". Denn: das Saarland hat zwischenzeitlich einen Verkehrsverbund und die Saarbahn wird nicht an die "Traumstätten" der damaligen Initiatoren fahren.

Nicht zu vergessen das Engagement im Bereich Mobilitätserziehung, Verkehrssicherheit oder Lärmschutz. Ein Mitglied des VCD war bis 2010 in dem Thema "Kinder im Verkehr" sehr rührig - er arbeitete daran, das Thema Mobilitätserziehung in die Lehrpläne einarbeiten zu lassen.

Alljährlich richtet der VCD mehrere Infostände aus, so dass Interessierte die aktuellen Broschüren des Bundesverbandes "in Händen halten" und erwerben können. Seit vielen Jahren nun sind wir regelmäßig auf dem Umwelt- und Friedenstag in Homburg, er wird jedes Jahr gerne genutzt, um unsere Mitglieder im Saarpfalzkreis zu treffen.

Die Jahre 2010 bis 2011 sind geprägt von Bahnthemen und Kampagnen zur Verkehrssicherheit (Kernfahrbahn, "Zu Fuß zur Schule").

Ein wichtiger Meilenstein ist die Inbetriebnahme der Saar Bahn durch das Köllertal. Das war ein zentrales Thema von Karl Heinz Janson als Landesvorsitzender. Sein Stellvertreter Werner Matthias Ried bracht den Vorschlag des Ringzuges "Q_Intracity" für das Städtenetz Quattropole (Saarbrücken-Trier-Luxemburg-Metz) ein. Diese Vision abgestimmter Verkehrsverbindungen unter den Metropolen Metz, Trier, Saarbrücken und Luxembourg ist auch Gegenstand des von ihm gemeinsam mit Reinhard Klimmt geschriebenen Buches. Es wurde von der Asko Europa Stiftung mit Beteiligung des VCD Saarland herausgegeben.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Erarbeitung und Vorstellung des VCD Positionspapiers ÖPNV zur Verbesserung und Weiterentwicklung des Verkehrsverbundes.

Die Reaktivierung von Bahnstrecken war wichtiges Thema. Zu nennen sind die Köllertalbahn Inbetriebnahme durch die Saarbahn und die Strecke Homburg-Zweibrücken die gemeinsam mit der Bürgerinitiative aus Zweibrücken vom VCD Saarland gefordert wird. Weiter zu nennen sind die Warndtbahn (Rosseltalbahn) und die Bisttalbahn.

Unter der Jamaikaflagge fanden in den Jahren 2010/11 mit dem grünen Verkehrsministerium zahlreiche Gespräche mit dem Ziel statt, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Strukturen des saarVV zu optimieren. Der VCD erhoffte sich, dass die der gescheiterten Jamaika-Koalition nachfolgende Regierung Erfolge bei der zur ökologischen Verkehrswende vorweisen wird. Gerade der sanfte Verkehr, die Mobilitätserziehung und die Zusammenarbeit mit den Nachbarregionen ist eine zentrale Forderung des VCD Saarland.

Der VCD hofft, dass insbesondere die Aktion "Zu Fuß zur Schule" infolge der Ende 2011 mit dem Bildungsministerium gestarteten Zusammenarbeit weitergeführt wird.

Von 2012 bis 2014 unterstützte uns Eva Maschino im Projekt "Mobil 60+".

2013 war unsere 25-Jahrfeier ein viel beachteter Erfolg angesichts der Podiumsdiskussion zur Verkehrspolitik.