Saarland

Saargau / Niedgau / Landkreis Saarlouis

VCD Regionalgruppe Saarlouis fordert den Ausbau von Lücken im Radwegenetz

Ein Nadelöhr auf der rechten Saarseite liegt zwischen Saarfels und dem Bahnhof Fremersdorf.

VCD Regionalgruppe fordert den Ausbau der Radwege entlang der Saar und Lückenschlüsse, besonders im Raum Beckingen und Rehlingen.


 - Touristischer Radverkehr: Investitionen zahlen sich aus,  so lautet die aktuelle Presemitteilung des MWAEV.

Auf den ersten Blick eine gute Nachricht.
Auf den zweiten Blick stellen sich einige Fragen.

Immer mehr rückt die Region am Bostalsee und das St. Wendeler Land in den Fokus des Radtourismus.
Ministerin Anke Rehlinger hatte vor 3 Jahren noch gegenüber VCD Vorstand Erhard Pitzius die Aussage getroffen, dass die Region Hochwald eine Wanderregion sei.
Nun will man sogar die noch vorhandene Hochwaldbahn zwischen Türkismühle und Nonnweiler-Bierfeld vernichten und in einen Radweg umbauen.

Etwa 5 Millionen Euro will man in dieses Leuchturmprojekt investieren, das eigentlich nur Sinn macht, wenn man dort, was möglich ist, Eisenbahn und Radweg parallel führt und miteinander verknüpft.

Andere Kernregionen des Radtourismus werden aber vernachlässigt.

So wird seit Jahren in die Radwege entlang der Saar nicht mehr investiert, obwohl gerade diese Region von der Topographie her die ideale Radregion ist.
Außerdem ist das Radeln entlang der Flüsse deutschlandweit beliebt, wie man an Donau, Main und Mosel erkennen kann.
Leider sind die Radwege an der Saar entlang nicht überall durchgängig zu befahren.

Ein Nadelöhr auf der rechten Saarseite liegt zwischen Saarfels und dem Bahnhof Fremersdorf.
Auf diesem Teilstück führt der Saar Radweg vom Fluß weg und die Radler werden an und über die ehemalige B51 geführt und müssen ca. 3 Km entlang der viel befahrenen Straße radeln, um dann wieder an die Saar zu gelangen.

Dieses Nadelöhr ist gefährlich, besonders für Familien und schränkt die Akzeptanz und die Attraktivität des Radweges ein.


Hier ist der Lückenschluss entlang der Saar dringend notwendig.

Genau gegenüber auf der anderen Saarseite in Höhe der Niedmündung ein ähnliches Problem, diese muss auch entlang der Landtraße umfahren werden.
Hier könnte eine
Brücke für Radfahrer und Wanderer über die Niedmündung Abhilfe schaffen.

Einige Probleme gibt es auch entlang der Saar durch Industrieflächen, wie Saarstahl in Völklingen und der Hafen in Dillingen.
Dort muss man die Uferseite der Saar wechseln, was meist nur über Brücken geschieht, die auch dem Autoverkehr dienen.

Daher fordert die VCD Regionalgruppe Saarlouis den Bau von Rad- und Fußgängerbrücken zwischen Saarbrücken und Mettlach, damit die Saar gefahrlos überquert werden kann.

Außerdem setzt das Saarland falsche Anreize beim Rad- aber auch beim Wandertourismus.
Überwiegend wird die An- und Abreise mit dem Auto bevorzugt beworben
aber Radfahren und Wandern sind nachhaltige Fortbewegungsmittel und sollten auch eine nachhaltige An- und Abreise beinhalten.

Leider hat man im MAWEV und bei der VGS versäumt den Bahnverkehr für Radtouristen attraktiv zu machen.

Man hat in der Ausschreibung für die neuen Züge leider zu wenig auf Touristen mit Rädern und Gepäck gesetzt.
So stoßen heute schon die SÜWEX und VLEXX Triebwagen an ihre Grenzen, besonders am Wochenende.
Auch bei der Ausschreibung der neuen Fahrzeuge, die ab Dezember 2019 die Saarstrecke und die Strecke Saarbrücken - St. Wendel - Neubrücke befahren hat man an die Radfahrer nicht so sehr gedacht.
So werden auf der Strecke in Richtung St. Wendel nur noch dreiteilige Triebwagen eingesetzt, anstelle der bisherigen vierteiligen.
Hier hätte das Land auch einen Weitblick haben müssen, gerade in Bezug auf den Radtourismus.

Die Kapazitäten in der Bahn müssen erhöht werden und einige Bahnstrecken, gerade in der Region Warndt müssen für den SPNV reaktiviert werden um einen nachhaltigen Tourismus zu vermarkten.

Schnellere Züge nach Luxemburg

Die VCD Regionalgruppe Saarlouis unterstützt die Forderungen der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn will die Zugverbindungen nach Luxemburg und Lothringen verbessern. Der Bahn-Konzernbevollmächtigte Jürgen Konz fordert dazu die Unterstützung der saarländischen Landesregierung ein.

Seit vielen Jahren fordert der ökologische Verkehrsclub Deutschland eine Verbesserungen der Bahnanbindung nach Luxemburg und Frankreich.

Auch der Großraum Saarlouis profitiert von einer guten ÖPNV und SPNV Anbindung über die Grenze.

Der Landesverband Saarland hat sich schon immer für eine bessere Anbindung der Großregion stark gemacht und auch eigene Konzepte entwickelt.

Die Idee eines Ringzuges Trier – Thionville – Metz – Forbach – Saarbrücken – Völklingen – Merzig -Trier hat der VCD schon vor einigen Jahren vorgestellt.

Ein Regionalexpress nach Luxemburg über die Bisttal- oder Niedtalbahn bietet dem Großraum Saarbrücken eine gute Anbindung an das Großherzogtum.

Ein Konzept für eine solche Verbindung hat die Regionalgruppe Saarlouis des VCD Saarland schon in der Schublade.

Gefordert ist nun die Landesregierung, denn die muss nun Farbe bekennen und den Worten in Bezug auf die Frankreichstrategie und die Großregion Taten folgen lassen.

Aber auch der Landkreis Saarlouis und der Landrat müssen sich aktiv um eine Verbesserung des grenzüberschreitenden Bahn- und Busverkehrs bemühen.

Die bessere Anbindung per Bahn nach Straßburg, Metz, Thionville, St. Avold und Luxemburg muss zur Chefsache werden, allzu lange hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr dieses Themengebiet verschlafen.

Gerade jetzt, wo ein neuer Verkehrsentwicklungsplan SPNV im Saarland bis 2018 ausgearbeitet werden soll, muss die Chance eines verbesserten grenzüberschreitenden Bahnverkehrs in den Fokus der Politik und des Bürgers rücken.

Die Verantwortlichen in Luxemburg haben dies schon erkannt und warten auf Impulse aus dem Saarland und aus Frankreich.

Der VCD Landesverband und die VCD Regionalgruppe Saarlouis bieten den politisch Verantwortlichen ihre Unterstützung an, um die Großregion besser im ÖPNV und SPNV zu vernetzen.

19.12.2016

VCD Regionalgruppe Saarlouis/Saargau

Erhard Pitzius

Mitglied im Vorstand des VCD Saarland

Tel.: 06837-74140 

Seit über zwei Jahren steht die Forderung des VCD im Raum, die Internetpräsenz einiger Busunternehmen im Saarland anzupassen.

Vorstandsmitglied Erhard Pitzius hatte die KVS Homepage als altbacken und nicht kundenfreundlich kritisiert und eine Erneuerung angemahnt.

Vor einem Jahr gab es die ersten Hinweise, dass man in Saarlouis an einen neuen Internetauftritt denke.

Nun ist ist endlich soweit, die neue KVS Homepage steht im Netz!

Dieter Lorig, Franz-Josef Weisgerber

Unterwegs zwischen Saarbrücken und Trier

Mit Anschluss ans Eisenbahnnetz 1858 und dem Bau weiterer Bahnen erlebte der Landkreis Saarlouis seinen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Bahnexperten Lorig und Weisgerber dokumentieren mit faszinierenden Aufnahmen, Gleisplänen, alten Fahrkarten und Werbeplakaten die spannende Geschichte von Erz- und Kohlebahn Diedenhofen?Völklingen, Theel- und Primstalbahn, Niedtalbahn, Köllertalbahn, Werks- und Grubenanschlussbahnen und der Kleinbahn Saarlouis.